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Mecklenburg-Vorpommern

19. November 2017 | 06:14 Uhr

Furcht an Tankstellen nimmt zu

vom

svz.de von
erstellt am 07.Feb.2013 | 07:25 Uhr

Neubrandenburg | Es war nur ein Reflex, doch er rettete einem Tankstellenpächter in Feldberg seine Tageseinnahmen. Weil seine Angestellte den scheinbar bewaffneten Tankstellenräuber mit aller Kraft anschrie, suchte der das Weite. Das Geld blieb in der Kasse, die Kassiererin kam mit dem Schrecken davon.

Andere hatten nicht so viel Glück. In Altentreptow brachen Unbekannte nachts in eine Tankstelle ein, erbeuteten mehrere hundert Euro und verschwanden unerkannt. In Mirow wurden die beiden Kassiererinnen einer Tankstelle gar gewaltsam angegriffen, der Täter blieb dennoch ohne Beute. Offenbar gefrustet legte er unmittelbar neben einer Zapfsäule Feuer, nur durch Zufall konnte ein Unglück vermieden werden. Ein weiterer Überfall ereignete sich in Gützkow.

"In der Tat fällt die Häufung der Fälle auf, wir ermitteln auf Hochtouren", sagt Claudia Just, Sprecherin der Polizei inspektion Neubrandenburg. Bis auf den Fall in Mirow konnte noch kein Täter gefasst werden, einen Zusammenhang zwischen den Fällen wollte die Sprecherin nicht ausschließen: "Bisher ist zwar kein Tatzusammenhang erkennbar, wir können uns diese Tür aber nicht verschließen."

Den Mitarbeitern der Tankstellen rät sie vor allem eines. "Die Eigensicherung geht immer vor." In der Regel gehe es den Tätern um das Geld, daher ist es ratsam, dieses herauszugeben. Grundsätzlich seien die Angestellten aber von ihren Arbeitgebern auf Situationen wie diese vorbereitet worden. "Die wissen was zu tun ist", so die Polizeisprecherin. Ein Alarmsystem wie bei Banken, mit dem Angestellte im Ernstfall per Knopfdruck die Polizei alarmieren könnten, sei bei Tankstellen aber noch die Ausnahme. "Einige haben so etwas, alle aber noch lange nicht", erklärt Claudia Just.

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