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Rettungskarte für PKWs : Für schnellere Hilfe im Notfall

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Rettungskarten der gängigsten Fahrzeughersteller, die im Falle eines Unfalles Informationen über Besonderheiten an einem Fahrzeug für Retter parat halten, sind jetzt über die Internetseite vom TÜV Nord zu beziehen.

svz.de von
erstellt am 05.Aug.2012 | 06:26 Uhr

Lübz | Rettungskarten der gängigsten Fahrzeughersteller, die im Falle eines Unfalles wichtige Informationen über Besonderheiten und Gefahrenstellen an einem Fahrzeug für die Retter vor Ort parat halten, sind jetzt über die Internetseite vom TÜV Nord zu beziehen. Zusätzlich gibt es an den TÜV-Stationen kostenlose Aufkleber, die auf das Vorhandensein der Rettungskarte im Wagen hinweisen. So kann bei schweren Unfällen schneller, effektiver und sicherer agiert und im Extremfall Leben gerettet werden.

Rettungskräfte befinden sich am Unfallort oft in einem Dilemma: Moderne Fahrzeuge aus hochfesten Materialien und ausgestattet mit Airbags sowie anderen Sicherheitssystemen sind nach schweren Unfällen nur schwer zu "knacken". Wo können schwere Geräte wie hydraulische Karosseriescheren und -spreizer gefahrlos angesetzt werden? Wo befinden sich Airbags, Gasleitungen, Steuergeräte oder Hochvoltbau teile, die die Rettung erschweren oder die Unfallfolgen noch verschlimmern können? Gibt es Teile, die die Retter im schlimmsten Fall selbst gefährden können? Da selbst die Identifizierung des deformierten Fahrzeugs mit genauer Typbezeichnung und Baujahr am Unfallort schwierig ist, wissen die Rettungskräfte oftmals nicht, wo sie effektiv, schnell und gezielt eingreifen können. Hilfe bietet die Rettungskarte, die anhand einer farbigen schematischen Darstellung mit genormten Elementen die Lage aller rettungstechnisch relevanten Bauteile genauestens anzeigt. Fast alle Fahrzeughersteller haben inzwischen "Rettungskarten für Einsatzkräfte in Notfällen" erstellt. Werden diese Karten gut zugänglich zum Beispiel an der Sonnenblende auf der Fahrerseite mitgeführt, können sich die Rettungskräfte schnell informieren und somit die Zeit für die Bergung von verletzten Personen verkürzen. Schließlich gilt es, die "Goldene Stunde" optimal zu nutzen, die für eine erfolgversprechende Rettung von schwer verletzten Unfallopfern maximal zur Verfügung steht: 20 Minuten für Alarmierung und Anfahrt, 20 Minuten für die Rettung vor Ort und 20 Minuten für die medizinische Erstversorgung und den Abtransport in eine Klinik. Die Rettungskarten fast aller Fahrzeugtypen stehen jetzt über die TÜV Nord Internetseite abruf- und ausdruckbereit zur Verfügung. Zusätzlich gibt es an den Tüv-Stationen kostenlos Rettungskarten-Hinweisaufkleber, die Rettungskräfte auf die Karte im Fahrzeuginnern aufmerksam machen sollen. Sie werden von innen an der Windschutzscheibe rechts oben oder rechts unten so angebracht, dass das Blickfeld für den Fahrer nicht eingeschränkt wird. Klaus Jürgensen von TÜV Nord Mobilität: "Bei schweren Unfällen zählt oft jede Sekunde. Mit der Unterstützung der Initiative Rettungskarte und unseren Hinweis-Aufklebern wollen wir dazu beitragen, dass Rettungskräfte am Unfallort effektiv lebensrettend agieren können. Wir laden alle Fahrzeugbesitzer dazu ein, unser kostenloses Angebot zu nutzen". Unter www.tuev-nord.de/rettungskarte gibt es die Karten.

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