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Tödlicher Unfall in Kröpelin : Fünfjähriger auf Fahrrad von Zug erfasst

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erstellt am 13.Aug.2014 | 08:21 Uhr

Eine abendliche Radtour bei Kröpelin endet mit einem tödlichen Unfall. Ein fünf Jahre alter Junge stirbt dabei an einem Bahnübergang. Das Kind hörte die warnenden Rufe seines Vaters wohl nicht. Nach dem tödlichen Unfall eines fünfjährigen Jungen an einem Bahnübergang bei Kröpelin (Landkreis Rostock) ist die Unglücksursache geklärt.

Nach derzeitigem Stand handele es sich um einen tragischen Unfall an dem beschrankten Bahnübergang, sagte eine Polizeisprecherin. Der Junge habe trotz gesenkter Schranke im Kröpeliner Stadtteil Detershagen mit seinem Fahrrad nicht angehalten und sei einfach weitergefahren. Er habe nicht auf warnende Rufe des Vaters reagiert. Das Kind sei dann auf den Gleisen von dem Regionalzug erfasst und tödlich verletzt worden. Der Junge war am späten Dienstagabend gemeinsam mit seinem Vater und einem älteren Bruder unterwegs. Ob es weitere Ermittlungen in dem Fall gebe, sei noch nicht entschieden, sagte die Sprecherin. Zunächst hatte es geheißen, dass unter Umständen wegen Verletzung der Aufsichtspflicht ermittelt werden müsste. Da der Vater jedoch in unmittelbarer Nähe gewesen sei, werde das weitere polizeiliche Vorgehen erst noch geklärt. Die betroffene Familie stammt aus Kröpelin. Noch in der Nacht wurde sie vom Pastor der Stadtgemeinde seelsorgerisch betreut. In dem Regionalzug, der den Jungen erfasste, waren keine Reisenden.

Lokführer und Kundenbetreuer erlitten Schocks und sind weiterhin in stationärer Behandlung, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Der Bahnübergang habe ordnungsgemäß funktioniert, die Schranken seien geschlossen gewesen. Bundespolizei und Bahn bieten für Kinder und Schüler auch Lehrgänge an, bei denen das richtige Verhalten an Gleisen und Bahnübergängen trainiert wird. Im Internet sind dazu Videos und Broschüren verfügbar. Zuletzt hatte es Ende Dezember 2012 einen tödlichen Unfall an einem Bahnübergang in Mecklenburg-Vorpommern gegeben.

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