Geld fürs Schauspielhaus : Fünf Millionen für Theaterbau Parchim

Das alter Landestheater Parchim musste baubehördlich teilweise gesperrt werden.
Foto:
Das alter Landestheater Parchim musste baubehördlich teilweise gesperrt werden.

Kultusministerin legt Kabinettsbeschluss vor. Bis zu zwölf Millionen Investitionen

von
06. April 2017, 20:30 Uhr

Ein gutes Signal für das Junge Staatstheater Parchim: Kultusministerin Birgit Hesse (SPD) kündigte heute gegenüber unserer Redaktion an, den Landeszuschuss von fünf Millionen Euro für den Umbau des neuen Theaterstandortes in der Eldemühle der Kreisstadt in den nächsten Tagen freizugeben. Ein Kabinettsbeschluss dazu sei in Vorbereitung. Dies sei ein Punkt auf der Gesellschafterversammlung des Mecklenburgischen Staatstheaters am Wochenbeginn gewesen.

Jetzt müsse noch das Raumkonzept geprüft werden, da die Eldemühle neben dem Theater noch das neue Stadtmuseum Parchims beherbergen soll. Hesse wörtlich: „Das Land steht zu seinem Wort. Bauchschmerzen bereitet uns allerdings das riesige Gebäude, das eine Doppelnutzung vorsieht.“ Der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften soll jetzt den Raumbedarf bestätigen. „Dann kann es losgehen“, kündigt Hesse an. In der Eldemühle sollen das Kinder- und Jugendtheater und die Fritz-Reuter-Bühne aus Schwerin Platz finden. Hesse plädierte dezidiert dafür, den Namen „Junges Staatstheater Parchim“ beizubehalten. Das sei ein „Signal in die Region“.

Parchims Landrat Rolf Christiansen reagierte umgehend. „Wenn der Kabinettsbeschluss da ist, legen wir los. Voruntersuchungen laufen schon.“ Alleine für das Theater rechnet der Landkreis mit einer Investitionssumme von 10 bis 12 Millionen Euro. Die Stadt Parchim plant für die Sanierung des Theaterstandortes 800 000 Euro für 2017. Für die Verlegung des Museums sind 2,5 Millionen Euro vorgesehen. Gesellschafter des Mecklenburgischen Staatstheater sind das Land MV (74,9 Prozent), Schwerin (10 Prozent), Parchim (5,1 Prozent) und der Kreis Ludwigslust-Parchim (10 Prozent).

Auf der Gesellschafterversammlung berichtete Generalintendant Lars Tietje über eine um neun Prozent gestiegene Auslastung des Mecklenburgischen Staatstheaters. „In Schwerin ist man über den Berg“, resümierte Kultusministerin Hesse. Allerdings ist der Wirtschaftsplan 2017 des Theaters noch nicht bestätigt.

In Richtung der Theater im Osten des Landes mahnte die Ministerin, die geplante Fusion nun auch umzusetzen. „Die Reform muss kommen. Wir sind uns mit der Kommunalpolitik einig, dass wir den Weg gehen, aber nicht um jeden Preis.“ Anfang Juni gebe es eine Elefantenrunde aller Beteiligten aus Stralsund, Greifswald, Neustrelitz und Neubrandenburg. Im August 2018 soll der Gesellschaftervertrag stehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen