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FC Hansa Rostock : Führung doch noch verspielt

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Es ist ein Jammer! Da spielt der FC Hansa voll auf Sieg, doch trotz zweimaliger Führung kommt er in DEM Kellerduell schlechthin der 2. Fußball-Bundesliga beim Karlsruher SC über ein 2:2 (1:1) nicht hinaus…

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erstellt am 18.Mär.2012 | 06:56 Uhr

karlsruhe | Es ist ein Jammer! Da spielt der FC Hansa voll auf Sieg, doch trotz zweimaliger Führung kommt er in DEM Kellerduell schlechthin der 2. Fußball-Bundesliga beim Karlsruher SC über ein 2:2 (1:1) nicht hinaus…

17. gegen 18., das Schlusslicht zu Gast beim Vorletzten - tiefer geht es nimmer. Das war, das ist nach wie vor schon fast "unter Tage".

Bei den Gästen kam erschwerend hinzu, dass Borg nicht von Beginn an eingesetzt werden konnte. Er habe sich, so Coach Wolf, im Training einen Bluterguss im Oberschenkel zugezogen: "Den darf ich eigentlich auch gar nicht einwechseln, sonst verletzt er sich am Ende noch mehr." Später brachte er ihn doch. Mit Erfolg… An Stelle von Borg stand Weilandt in der Start-Elf. Wolf: "Das ist ein überragender Fußballer, der jeder Abwehr wehtun kann." Aber es war doch nicht die eigene gemeint…

An Stelle des verletzten Pelzer fungierte Perthel als Linksverteidiger. Den frei werdenden Platz im Mittelfeld erhielt Jordanov, der auf der rechten Seite anfing, während Jänicke nach links hinüberwechselte.

Die Badener hatten mehr und bessere Chancen, ohne dass zunächst etwas dabei herauskam. Allein Iaschwili besaß eine Reihe von Möglichkeiten (Ball verspringt ihm unmittelbar vor dem Schuss/8., per Außenrist, Kevin Müller wehrt ab zur Ecke/ 11., ans Außennetz/28.).

Die Rostocker ließen sich keineswegs in der eigenen Hälfte einschnüren, unternahmen mehr als nur Ausflüge in Richtung KSC-Strafraum. Erstmals richtig gut zum Zuge kamen die Gäste durch Mintál, dessen straffen Schuss Orlishausen gerade noch so mit dem linken Fuß entschärfte (24.). In der 36. Minute konnte der Karlsruher Schlussmann nichts ausrichten: Calhanoglu läuft auf den eigenen Strafraum zu und "bedient" ohne jede Not Mintál, der schiebt die Kugel rechts raus zu Jänicke, scharfe Eingabe, Jordanov ist zur Stelle, Verteidiger Staffeldt jedoch etwas schneller als er und fabriziert ein Eigentor - 1:0 für Hansa!

Als bereits über 30 Sekunden der angezeigten eine Minute Nachspielzeit der ersten Halbzeit vorüber waren, fingen sich die Gelben einen Konter ein. Diesmal brachte der nicht im Abseits stehende Iaschwili den Ball im Netz unter - 1:1. War das bitter!

Das Gegentor hinterließ aber keine Spuren. Die Ostseestädter arbeiteten konzentriert, standen defensiv kompakt. Dabei orientierten sie sich jetzt etwas weiter zurück, um die Räume noch mehr zu verdichten und die Gastgeber so in Ratlosigkeit zu versetzen.

Aber die Hanseaten wollten, mussten ja gewinnen! Wolf wechselte Blum und gleich darauf auch Borg ein, riskierte es, ihn für eine halbe Stunde zu bringen. Und der schwedische Sturm-Bulle ist noch keine fünf Minuten auf dem Platz, da packt er die Fackel aus und produziert einen Kandidaten für das "Tor der Woche". Mintál bereitet exzellent vor, Borg lässt die Kugel noch mal aufprallen und feuert sie dann in den Winkel - 2:1 (61.)!

Weilandt als Volleyballer im eigenen Strafraum

Die Mecklenburger scheinen alles im Griff zu haben. Ein bisschen Glück spielt mit rein, als Kevin Müller resolut in die Flanke von Terrazzino hechtet und so vor gleich zwei Karlsruhern bereinigt (76.). Wenig später wischt plötzlich Weilandt im eigenen Strafraum eine harmlose Flanke mit der Hand nach hinten weg - ein Blackout. Elfmeter für Karlsruhe, Iaschwili trifft zum 2:2 (79.). Es darf nicht wahr sein…

Den Rest der Zeit drängt der FCH machtvoll auf drei Punkte. Mintál hat das 3:2 auf dem Fuß, Charalambous ist im letzten Moment dazwischen (90.+2). Und bis zum Klassenerhalt sind es nun schon sieben Punkte…


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