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Mecklenburg-Vorpommern

20. September 2017 | 11:09 Uhr

Ausweich-Airport : Frühwarnung für Laage

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Easyjet und Airport Rostock-Laage versprechen künftig reibungslosen Ablauf bei Ausweichlandungen

von
erstellt am 24.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Der Flughafen Rostock-Laage und die Airline Easyjet haben schnell reagiert: Eine solche Situation wie am Wochenende, als der Airport von vier Maschinen überrascht wurde, soll es möglichst nicht wieder geben. „Wir haben vereinbart, dass Easyjet uns jetzt schon im Verlauf des Tages die mögliche Zahl von Ausweichlandungen ankündigt. Damit können wir die erforderliche Zahl von Bussen zum Weitertransport der Passagiere schon ordern, bevor die bei uns landen“, sagte Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann heute unserer Zeitung.

Erst am vergangenen Donnerstag hatten Easyjet und die Flughafengesellschaft vereinbart, dass Rostock-Laage als Ausweichlandeplatz für Berlin-Schönefeld agiert. In Berlin gibt es im Zusammenhang mit dem Bau der Nordrollbahn verengte Zeitfenster für einkommende Maschinen. Das gilt insbesondere für den späten Abend, da für Berlin ab 24 Uhr bis 5 Uhr Nachtflugverbot besteht. Die ursprüngliche Vereinbarung sah vor, dass Rostock Airport bis zu vier Busse bereitstellt – die Kapazität für genau eine Maschine. Die Kosten dafür trägt Easyjet.

Nur zwei Tage später war Laage ungewöhnlich gefordert: Wegen eines Unwetters, das in der Nacht zum vergangenen Sonntag über Berlin tobte und in der Hauptstadt den Feuerwehr-Notstand ausgelöst hatte, konnten mehrere Maschinen Berlin nicht anfliegen. Vier der Flieger wurden deshalb nach Laage umgeleitet. Die Information darüber habe man erst 15 Minuten vor Landung bekommen, sagte Hausmann. Auf solch eine Situation sei der kleine Airport Rostock gar nicht eingestellt gewesen. Während die Passagiere der ersten Maschine in den vereinbarungsgemäß bereitstehenden Bussen nach Berlin gebracht werden konnten, mussten über 400 Menschen die Nacht im Terminal ausharren. Die Order der Fluglinie sei gewesen, die Passagiere vor Ort zu belassen, damit diese so bald wie möglich nach Berlin fliegen konnten. Frierende Passagiere verloren da die Geduld und lösten per Notruf den Einsatz der Betreuungszüge des Landkreises aus.

Die Fluglinie, betont die Flughafen-Geschäftsführerin, habe bei diesen Ausweichlandungen das Sagen. Hausmann: „Easyjet bezahlt das ja auch. Wir sind Dienstleister und können uns nur in dem freigegebenen Rahmen bewegen.“

Bereits am Sonntagabend war der Flughafen Rostock-Laage schon wieder außerplanmäßig gefordert: Eine Passagiermaschine aus Beirut musste den Airport als Ausweichplatz in Anspruch nehmen. Dörthe Hausmann: „Es hat alles geklappt.“

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