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Wirtschaft : Frühlingshauch auf dem Arbeitsmarkt

vom

Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet im Februar weniger Arbeitslose als im Vorjahr.

svz.de von
erstellt am 01.Mär.2017 | 11:55 Uhr

Erster Frühlingshauch auf dem Arbeitsmarkt: Im Februar ist die Zahl der Erwerbslosen in Mecklenburg-Vorpommern um 500 auf 84 900 gesunken. Im Vergleich zum Februar 2016 waren 10 200 Männer und Frauen weniger arbeitslos, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit in Kiel am Mittwoch mitteilte. Die Arbeitslosenquote liegt demnach jetzt bei 10,3 Prozent.

Die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann, nannte den Februar einen besonderen Monat. Im Februar 2005 sei die höchste Arbeitslosigkeit überhaupt seit der Wiedervereinigung registriert worden. Damals waren 211 600 Menschen ohne Job. Heute seien es 60 Prozent weniger. Sie sprach von einer insgesamt positiven Entwicklung. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gebe es heute 8200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr. Auch seien 700 offene Stellen mehr als vor einem Jahr gemeldet. Dennoch: Den knapp 85 000 Arbeitssuchenden stehen nur 5200 freie Stellen zur Verfügung.  Erfreulich ist es Haupt-Koopmann zufolge, dass sich die Zahl der Arbeitslosen über 50 deutlich um 4000 oder 11,1 Prozent verringerte.

Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei in Relation zum Februar 2016 gesunken.

Angesichts der Zahl von 27 400 Menschen, die länger als ein Jahr ohne Job sind, müsse jedoch deutlich mehr geschehen. Ihr Konzept sei der „präventive Dreisprung“ mit der Errichtung von Jugendberufsagenturen, um den Übergang junger Menschen in Ausbildung und Arbeit „aus einer Hand und unter einem Dach“ zu unterstützen. Weiter gehörten dazu die Weiterbildung ohne Altersbeschränkung für Arbeitslose sowie Angebote aus Gesundheitsprävention und Arbeitsmarktpolitik, um die Beschäftigungsfähigkeit Arbeitsloser zu erhalten.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linken im Landtag, Helmut Holter, forderte auch die Landesregierung auf, mehr für Langzeitarbeitslose zu tun. „Sie sollte nicht länger scheuen, konsequent öffentlich geförderte Beschäftigung für diese Menschen einzuführen“, sagte er. Sie dürften bei aller Freude über die Entwicklung der Arbeitsmarktzahlen nicht vergessen werden.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) kündigte an, die Wirtschaftspolitik weiter auf die Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem ersten Arbeitsmarkt auszurichten.

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