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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 06:54 Uhr

Frischekur für den Schwanenteich

vom

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2012 | 09:33 Uhr

Reutershagen | Wenn Dr. Stefan Neubauer, Leiter des Amtes für Stadtgrün, eine Runde um den Schwanenteich dreht, dann fällt ihm vieles auf, das noch zu tun ist. Die Bäume im japanischen Garten brauchen einen neuen Schnitt und ob die Kirschen das Hochwasser des vergangenen Sommers überstanden haben, bleibt auch noch abzuwarten. Mit dem Blick des Kenners untersucht Neubauer die noch trockenen Zweige. Einen Baum weiter sprießen schon die ersten Knospen. "Das müssen wir beobachten", sagt er.

Auf seinem Weg durch den ältesten Stadtteilpark Rostocks sieht Neubauer aber auch vieles, das schon geschafft ist. Denn der Schwanenteichpark soll entsprechend der denkmalpflegerischen Zielstellung schrittweise saniert werden. Eine erste Etappe ist am westlichen Ende des Landschaftsgartens geschafft. Hier ist der Wasserlauf der Kolmbäk renaturiert worden, eine kleine Brücke spannt sich darüber, Findlinge und kleinere Steine bilden Sohlschwellen. "Dadurch wird zum einen die Fließgeschwindigkeit verringert, sodass wir es nicht mit zu starker Erosion zu tun bekommen", erklärt Neubauer. "Und zum anderen plätschert es dadurch auch schön."

Für den Grünamtsleiter sind solche Details wichtig. Er betont: "Es ist schließlich kein Wald, sondern ein Park. Da muss die ordnende Hand des Gärtners ran." Und genau das haben die Mitarbeiter des Grünamtes in den zurückliegenden Monaten getan. Wildwuchs wurde zurückgeschnitten, tief hängende Äste entfernt und marode Bäume gefällt. Letztere seien eine Gefahr gewesen, so der Amtsleiter. Schließlich ist der Schwanenteichpark ein beliebter Ort zum Spielen für Kinder.

Mittlerweile sind die Sichtachsen im Park wieder hergestellt. Ob von der Anhöhe, den zahlreichen Bänken oder nahe dem Ufer - überall ist der Blick auf den Teich möglich. Doch damit sind die Arbeiten noch lange nicht beendet. Derzeit verlegen die Stadtwerke Fernwärmeleitungen direkt am neu gestalteten Ende des Parks. Ein bisschen unglücklich sei das schon, sagt Neubauer: "Aber wir haben uns bemüht, einen Kompromiss zu finden." Zum größten Teil liegen die Leitungen unterhalb des Spazierweges, der erst im Laufe des Sommers durch eine Lehrbaustelle saniert werden soll. Ein anderer Wegabschnitt muss nach Abschluss der Arbeiten von den Stadtwerken hergerichtet werden. Auch in Sachen Baumfällungen gab es einen Kompromiss. Denn das Grünamt hat einen Weg vom Park hin zum Rostocker Freizeitzentrum angelegt. "Da gab es sowieso schon einen ziemlichen Trampelpfad", sagt Neubauer. Zwei Bäume mussten weichen. Unterhalb des neuen Weges verlaufen nun auch die Leitungen der Stadtwerke. So musste nur einmal eingegriffen werden.

Neubauer hofft, dass die Stadtwerke ihre Arbeiten bis Ende Mai abgeschlossen haben. Dann wird die Lehrbaustelle eröffnet und so der letzte Wegabschnitt im westlichen Parkbereich flottgemacht. Außerdem soll das benachbarte Staudenbeet hergerichtet werden und einen neuen Zaun bekommen.

Langfristig gibt es weitere Pläne für den Schwanenteich. So soll als nächstes größeres Projekt die kleine Bastion am östlichen Parkende hergerichtet werden. Hier läuft die Kolmbäk, die den Schwanenteich speist, ab. Im vergangenen Jahr gab es an dieser Stelle große Probleme mit dem Hochwasser. Die Elektrik für die Pumpen stand unter Wasser. Mittlerweile wurde sie auf höheres Gebiet verlegt. Trotzdem ist die marode Aussichtsplattform dringend sanierungsbedürftig. Teilweise klaffen Lücken im Mauerwerk. Geplant ist, die Seitenwände aufzuarbeiten. Die zum Wasser gelegene Front hingegen soll durch einen Zaun ersetzt werden. "Das ermöglicht den Blick auf das Wasser, auch wenn man sitzt", so Neubauer. Bänke sollen auch aufgestellt werden. "Die Pläne dafür sind so gut wie fertig", sagt Neubauer. Rund 50 000 Euro will der Amtsleiter dafür 2013 im Haushalt anmelden.

In fernerer Zukunft steht auch der Wiederaufbau der großen Bastion an. Eine auf Pfählen gestützte Aussichtsplattform soll es werden. Doch das daure noch, sagt Neubauer. Der Schwanenteichpark entwickelt sich weiter.

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