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SPD in MV will Antworten : Friedriszik muss zu angeblicher AfD-Mitgliedschaft aussagen

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Dirk Friedriszik gilt als ein Shooting-Star in der SPD. Nicht einmal drei Jahre nach seinem Parteieintritt wird er in den Landtag gewählt und gleich Vorsitzender des Rechtsausschusses. Jetzt hat er Probleme, seine Vergangenheit zu erklären.

svz.de von
erstellt am 24.Mär.2017 | 12:03 Uhr

Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Landtag, Dirk Friedriszik (SPD), steht wegen seines Umgangs mit einer angeblichen AfD-Mitgliedschaft im Jahr 2013 unter Druck. Am kommenden Dienstag werde sich die Landtagsfraktion mit der Sache beschäftigen, sagte ein Fraktionssprecher am Freitag in Schwerin. Dort werde wohl verlangt werden, dass Friedriszik vollumfänglich darüber aufklärt, was es mit ihm und der AfD auf sich hatte. Dabei werde ihm sicher nicht der Vorwurf gemacht, sich für diese Partei in dem frühen Stadium - damals war Bernd Lucke noch Vorsitzender - interessiert zu haben. Als problematisch gelte vielmehr, dass er nicht gleich alles erzählt habe.

Nach Medienberichten hat Friedriszik Ende 2013 in einem Schreiben an die AfD-Bundesgeschäftsstelle seinen Austritt aus der Partei erklärt. Allerdings hatte er zuvor bestritten, je Mitglied gewesen zu sein. Laut NDR soll der 45-Jährige Ludwigsluster sogar Posten über die AfD angestrebt haben. Dem Sender liege eine E-Mail Friedrisziks vom Herbst 2013 an den AfD-Landesverband vor, in der es heiße, er habe bereits mehrfach seine Bereitschaft erklärt, bei der bevorstehenden Kommunalwahl für die Stadtvertretung in seinem Wohnort zu kandidieren. Leider habe er keine Reaktion erhalten.

Am Donnerstagabend gab Friedriszik lnach einer internen SPD-Beratung eine schriftliche Erklärung ab. Darin räume er ein, er habe erwogen, sich bei der AfD kommunalpolitisch zu engagieren. Er wisse nicht mehr, ob er auf der Internetseite der AfD den Button „Mitglied werden“ angeklickt habe. Ende 2013 habe er unter die Sache einen Strich ziehen wollen. Der Weg, den die AfD seither gegangen sei, zeige ihm, dass dieser Schritt der richtige gewesen sei.

Friedriszik war am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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