Nach Übergriff auf syrische Familie : Friedliche Mahnwache in Demmin

Nach dem Übergriff in Demmin war der Staatsschutz eingeschaltet worden.

Nach dem Übergriff in Demmin war der Staatsschutz eingeschaltet worden.

Die Polizei in der Region Demmin sucht weiter nach den Männern, die vergangene Woche eine syrische Familie in deren Erdgeschosswohnung attackiert haben sollen.

svz.de von
11. September 2018, 20:45 Uhr

Das Motiv für den Übergriff sei aber nicht klar, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag in Neubrandenburg sagte. Erste Angaben, die Männer hätten in der Nacht zum vergangenen Donnerstag ausländerfeindliche Parolen gerufen, bestätigten sich nach Polizeiangaben nicht. Dennoch hielten etwa 60 Menschen am Montagabend am Luisentor in der Innenstadt eine Mahnwache „Gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt“ ab.

Die Männer sollen kurz nach Mitternacht gegen die Wohnungsfenster der Familie im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses geschlagen und dabei etwas gerufen haben. In der Wohnung hätten sich zu der Zeit die Mutter, ihr 13-jähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen aufgehalten. Durch die Schläge habe sich ein Fenster geöffnet. Ein Tatverdächtiger soll hineingelangt haben. Er habe den Jungen, der auf einer Couch lag, an die Schultern gefasst und erschreckt - dann aber abgelassen. Die Mutter habe den Mann wegdrücken und das Fenster schließen können.

Zudem soll der andere Unbekannte an die geschlossene Hauseingangstür uriniert haben. Die Kinder hätten einen Schock erlitten. Die Männer flüchteten. Der Staatsschutz war eingeschaltet worden.

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