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Deutscher Streitatlas 2015 : Friedfertige Rostocker, streitlustige Schweriner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In Mecklenburg-Vorpommern steht Schwerin mit 26,1 Streitfällen auf 100 Einwohner als vergleichsweise streitlustig da.

In Berlin wird besonders gerne gestritten. Mit 29,3 Streitfällen pro 100 Einwohner in 2014 liegt die Hauptstadt laut „Streitatlas“ deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 22,3. In Bayern dagegen geht es friedfertiger zu: Die Süddeutschen zeigen sich im Ländervergleich mit 18,8 Streitfällen pro 100 Einwohner als Schlusslicht, wie die Advocard Rechtschutzversicherung mitteilte. Bundesweit waren es 22,3 Streitfälle pro 100 Einwohner, ein Zunahme um 1,4 Streitfälle gegenüber 2012. Hamburg (26,5) und Bremen (26,1) lagen auch über dem Bundesschnitt.

Für ihren bundesweiten „Streitatlas 2015“ hatte die Advocard Rechtsschutzversicherung mehr als eine Million Streitfälle von Privatpersonen ausgewertet, die bei ihr eingegangen waren. Die gestiegene Streitbereitschaft sei auch ein Ergebnis guter Information über die eigenen Rechte, sagte Advocard Vorstandssprecher Peter Stahl.

In Mecklenburg-Vorpommern steht Schwerin mit 26,1 Streitfällen auf 100 Einwohner als vergleichsweise streitlustig da, gefolgt von den Kreisen Ludwigslust-Parchim (24,3) und Vorpommern-Rügen (24,1). Relativ friedlich geht es dagegen in der Hansestadt Rostock und dem Landkreis Rostock (beide 21,9) zu.

Bundesweit setzt sich seit Jahren ein Trend zu steigender Streitdauer fort: Mittlerweile dauern laut „Streitatlas“ rund 40 Prozent aller Rechtsstreitigkeiten länger als ein Jahr. Auch der Streitwert bleibt hoch. Bei jedem dritten Streit ging es um einen Wert von über 2000 Euro. Jüngere Menschen streiten immer häufiger. Fielen Streitigkeiten der 18- bis 35-Jährigen im Jahr 2002 mit drei Prozent kaum ins Gewicht, liegt er heute bei rund 24 Prozent. Mehr als die Hälfte der Streitigkeiten wird nach wie vor von Menschen zwischen 36 und 55 Jahren geführt. Senioren ab 66 Jahren sind mit rund acht Prozent vergleichsweise selten vertreten. Mit 67 Prozent der Streitfälle sind die Männer führend, wobei die Frauen langsam aufholen.

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