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Sicherungsverwahrung gefordert : Freundin getötet: Lebenslange Haft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Mann soll die Frau ermordet haben, um eine vorherige Vergewaltigung zu verdecken.

Wegen der Vergewaltigung und Tötung seiner Freundin soll ein 36-jähriger Rostocker nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang hinter Gitter. Da er einen Hang zu erheblichen Straftaten habe und eine Gefahr für die Allgemeinheit sei, forderte die Anklage am Montag im Landgericht Rostock zusätzlich die anschließende Sicherungsverwahrung. Der Mann soll die Frau ermordet haben, um eine vorherige Vergewaltigung zu verdecken. Nach der Tat hatte er die Frau in einem nahen Wäldchen vergraben, wo sie nach etwa sieben Wochen gefunden wurde.

Der Mann war zunächst wegen Totschlags angeklagt. Im Verlauf des seit Dezember laufenden Prozesses hatte der Richter deutlich gemacht, dass er eine Verurteilung wegen Mordes für möglich hält. Dem hatte sich die Staatsanwaltschaft angeschlossen.

Die Verteidigerin des Mannes stellte dagegen keinen Antrag. Die Beweisaufnahme habe ihrer Ansicht nach keinen Anhaltspunkt darauf ergeben, wann, wo, wie und warum die Frau zu Tode gekommen ist. So hätte auch die Rechtsmedizin wegen der langen Zeit in der Erde keine klaren Ergebnisse vorlegen können. Die Anwältin räumte ein, dass der mehrfach vorbestrafte Angeklagte unter einer Persönlichkeitsstörung leide. Daraus sei aber kein Hang zu Verbrechen abzuleiten, verwies sie auf einen Gutachter.

Laut Anklage hatte der Mann seine 32-jährige Freundin bereits am Silvesterabend vergewaltigt. Er hatte sich jedoch entschuldigt und sie hatte ihm verziehen. Ende Januar, wenige Tage nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft sei es dann zum Streit gekommen, in dessen Verlauf er sie vergewaltigt und mit einem Kissen erstickt habe. Wenige Tage später habe er sie in Plastiksäcke und einen Teppich gewickelt und vergraben.

Die Anwältin widersprach der Darstellung, dass ihr Mandant die Frau vergewaltigt habe. Zwar sei seine DNA im Körper der Frau gefunden worden, doch es sei selbst nach Ansicht der Rechtsmediziner nicht klar, ob es Sperma war. Es könne sich darüber hinaus auch um einvernehmlichen Sex und nicht um eine Vergewaltigung gehandelt haben.

Der Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses die Tötung der Frau gestanden, allerdings konnte er sich nicht an den Tatablauf erinnern.

 

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