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Konsum : Fremde beeinflussen das Einkaufsverhalten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wer im Supermarkt einkauft, will möglichst keine Fremden in unmittelbarer Nähe haben. Nach einer Untersuchung der Universität Rostock vermeiden es Kunden, Produkte anzuschauen, wenn es gerade andere tun, teilte ein Sprecher der Hochschule gestern mit. Grund dafür sei, dass man negative Gefühle empfinde, wenn ein anderer an dem Regal steht, an dem man sich gerade selbst informieren möchte, erklärte Michael Luck (30) vom Institut für Marketing und Dienstleistungsforschung der Universität. Er hatte unter anderem Leute beim Einkaufen begleitet und sie anschließend zu ihrem Einkaufsverhalten befragt.

Der Forscher beobachtete, dass Kunden anderen Personen nicht zu nahe kommen wollen und andere ihnen nicht zu nahe kommen sollen. Damit sich Kunden wohler fühlen, sollten deshalb beispielsweise beworbene Waren im Supermarkt verteilt und nicht alle an einem Platz aufgebaut werden. Für Zufriedenheit gibt es Luck zufolge eine optimale Anzahl von Kunden im Supermarkt. Wenn zu wenig Leute da sind, habe man das Gefühl, dass etwas nicht stimme, die Preise vielleicht zu hoch oder die Qualität schlecht seien. Sind zu viele Menschen im Geschäft, fühle man sich eher belästigt, empfinde Stress und weiche möglicherweise auf einen anderen Supermarkt aus.

Am Institut für Marketing und Dienstleistungsforschung in Rostock würden gegenwärtig Ideen entwickelt, was getan werden kann, damit sich Kunden wohl fühlen und ein optimales Einkaufserlebnis empfinden.

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