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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 12:37 Uhr

Freizeitzentrum droht die Schließung

vom

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2012 | 10:31 Uhr

Reutershagen | Frank Lüttgerding fürchtet um die Zukunft des Rostocker Freizeitzentrums (RFZ) in der Kuphalstraße. Rund 30 000 Euro fehlen dem Geschäftsführer für dringende Brandschutzmaßnahmen, die er in diesem Jahr noch umsetzen muss.

Im ehemaligen Haus der Pioniere sind die Steigleitungen für die Feuerwehr mit der Frischwasserleitung verbunden. Das entspreche nicht den aktuellen Brandschutzrichtlinien. Denn hierbei bestehe die Gefahr, dass im Falle von Defekten Keime in das Trinkwasser gelangen und gesundheitliche Probleme bereiten könnten. Bereits im Sommer 2011 wurde die Rohranlage für mehrere tausend Euro überarbeitet und die beiden Leitungen voneinander abgetrennt - doch das war dem Brandschutz- und Rettungsamt nicht genug. Nun soll eine erneute Rohrprüfung folgen und ein so genannter Rückflussverhinderer zum Einsatz kommen und die Leitungen endgültig voneinander trennen. Woher das RFZ das Geld dafür nehmen soll, ist noch völlig unklar. "Vielleicht ist eine Finanzierung möglich oder wir müssen einen Spendenaufruf starten. Bisher haben wir kein Konzept", so Lüttgerding. Sicher sei nur, dass noch in diesem Jahr gehandelt werden muss.

Der Kommunale Eigenbetrieb für Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) ist Vermieter des ehemaligen Hauses der Pioniere. "Wir haben einen so genannten Dach- und Fachvertrag. Das heißt, wir zahlen keine Miete, müssen aber für die Instandhaltungen aufkommen", so Lüttgerding.

Ein Treppenlift soll im April installiert werden

Die summieren sich mittlerweile, denn das Haus ist bereits 60 Jahre alt. Die anfallenden Sanierungskosten bringen den Haushalt des RFZ durcheinander. Im Sommer 2011 gab es eine Begeh ung mit dem Brandschutz- und Rettungsamt sowie mit dem KOE, bei der Mängel an den Blitzschutzanlagen auffielen und umgehend beseitigt werden mussten. Knapp 8000 Euro waren hierfür fällig. Auch neue Stühle mussten her, denn die alten entsprachen ebenfalls nicht mehr den Brandschutzbestimmungen. "80 Euro kostete ein Stuhl", sagt Lüttgerding. Die nun fälligen 30 000 Euro stellen das RFZ jedoch vor wesentlich größere Probleme.

Doch selbst diese Investition ist nur eine von zwei Großbaustellen im Freizeitzentrum. Daneben soll im April dieses Jahres ein Treppenlift eingebaut werden, der insgesamt 20 000 Euro kosten wird. "Diese Maßnahme bereitet mir weniger Sorgen, denn hierfür fehlen uns nur noch 5000 Euro", sagt der RFZ-Geschäftsführer. 8000 Euro steuert die Stiftung Aktion Mensch bei und 6000 Euro kamen allein durch Spenden zusammen. Für die Barrierefreiheit sei dieser Lift absolut notwendig gewesen. Auch in Zukunft werden weitere Kosten auf das RFZ zukommen. Als Nächstes sind Brandschutztüren für die Flure fällig.


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