FSJ und Beruf : Freiwilliges Jahr als Startschuss für die Karriere

60 Freiwillige an 39 verschiedenen Einsatzorten in MV – sechs mehr als im Vorjahr – betreut das LKJ in diesem Jahr.

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05. November 2014, 11:50 Uhr

Vor 13 Jahren wurde das Freiwillige Soziale Jahr Kultur (FSJ) als Modellprojekt der Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung ins Leben gerufen, um jungen Frauen und Männern die Möglichkeit der Berufsorientierung in den kulturellen Bereichen zu ermöglichen. 2008 wurde es schließlich an eine der landesweit tätigen Organisationen, wie die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung MV übertragen (LKJ). Seither laufen bei Annette Schickert und ihren Kollegen in Ganzlin bei Plau am See die Fäden zusammen.

60 Freiwillige an 39 verschiedenen Einsatzorten in MV – sechs mehr als im Vorjahr – betreut das LKJ in diesem Jahr. „Die meisten schließen das FSJ an das Abitur oder den Realschulabschluss an, um sich zu orientieren. Natürlich sind aber auch Studienabbrecher und Umorientierer dabei“, weiß FSJ-Koordinatorin Annette Schickert. Das freiwillige Engagement dauert in der Regel zwölf Monate und beinhaltet neben der Arbeit in den verschiedenen kulturellen Einrichtungen des Landes auch 25 Seminar- und Bildungstage. „23 dieser Tage gestaltet das LKJ für die Freiwilligen – über zwei können sie selbst verfügen. Oft wird dann in andere Bereiche hineingeschnuppert oder es werden externe Angebote wie Studieninformationstage genutzt“, so die FSJ-Koordinatorin.

Vertane Zeit ist das FSJ jedenfalls nicht, denn neben den vielfältigen Seminaren, erhalten die FSJler ein Zertifikat über ihren Einsatz und die Zeit kann zusätzlich als Wartesemester oder Praktikum für das Studium angerechnet werden. „Inzwischen merken wir auch an den Bewerberzahlen, dass das FSJ einen guten Ruf unter den jungen Leuten genießt. Auf die 60 Plätze kamen in diesem Jahr 300 Bewerber“, resümiert Annette Schickert.

Einzig die männlichen Freiwilligen sind noch recht rar im kulturellen Bereich. Nur ein Viertel aller Kultur-FSJler in MV sind Männer. Diese interessieren sich dann für Aufgaben in den Medien, Schulen oder Theatern des Landes. „Der Kulturbereich zieht in der Regel eher die jungen Frauen an, aber wir wünschen uns durchaus auch mehr Männer in der Kulturlandschaft“, appelliert Schickert, die weiß, dass das Freiwillige Jahr ein guter Wegweiser für die Berufsorientierung ist. Schickert: „Ob Schauspiel, Kulturwissenschaft oder die Bildenden Künste – die Mehrzahl unserer Absolventen entscheidet sich auch nach dem FSJ für die Kulturarbeit.“

Ab 1. Januar ist die Bewerbung für das FSJ Kultur für junge Frauen und Männer zwischen 16 und 26 Jahren wieder möglich.

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