zur Navigation springen

Mecklenburg-Vorpommern : Freiwilligendienst hat sich bewährt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Soziale Träger weitgehend zufrieden / Übernahmen eher selten

Der Mitte 2011 als Ersatz für den Zivildienst eingeführte Bundesfreiwilligendienst (BFD) hat sich nach Einschätzung der sozialen Träger weitgehend bewährt. Allerdings hatte es für den Zivildienst mehr Bewerber gegeben.

„Es hat lange gedauert und dauert immer noch an, den BFD bei der Zielgruppe bekannt zu machen“, sagte Katja Müller, Vize-Geschäftsführerin des Deutschen Roten Kreuzes MV. Im Schnitt werden beim Roten Kreuz pro Jahr 50 „Bufdis“ etwa in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen oder Sozialstationen eingesetzt. Nach Angaben des zuständigen Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln sind aktuell im Land 1854 BFDler tätig. Der meist zwölfmonatige Dienst sei zu einer echten Erfolgsgeschichte geworden, so Amtssprecherin Antje Mäder.

Die Freiwilligen arbeiteten nicht nur in Kliniken oder Heimen, sondern auch im Umweltschutz, Sport oder in der Kultur. In der Regel wird der Dienst mit knapp 400 Euro pro Monat vergütet.

In der Uniklinik Rostock sind derzeit 60 Bufdis beschäftigt. Erfreulich ist nach Worten der Kliniksprecherin Kerstin Beckmann, dass in diesem Jahr neun junge Leute in eine Ausbildung übernommen werden konnten.

Der soziale Dienst der evangelischen Kirchen beschäftigt 90 BFDler. Ein Drittel sei jünger als 27, zwei Drittel sind Erwachsene und im Schnitt 45 Jahre alt. „Der älteste Freiwillige war 70 Jahre alt“, sagte Diakonie-Fachbereichsleiterin Katrin Mirgeler. „Erwachsene im mittleren und vorgerückten Alter sind nicht selten schon länger arbeitslos und suchen eine sinnvolle Beschäftigung“, sagte Mirgeler. Sie erhofften sich oft eine dauerhafte Anstellung nach dem BFD, was aber selten passiert.

In der Rostocker Tafel sind aktuell neun Bufdis beschäftigt, sagte Koordinator Wolfgang Bruhn. Oft seien es Leute, die schon länger als freiwillige Helfer da waren und nun im BFD noch ein wenig Geld dafür bekommen. Die Leute hätten nach der langen Arbeitslosigkeit meist keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. „Hier sind sie beschäftigt, kommen unter die Leute und sitzen nicht zu Hause herum“, fasste Bruhn zusammen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen