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Mecklenburg- Vorpommern : Freiwillige Ausreisen nehmen zu

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mitte Mai waren vom Flughafen Rostock-Laage aus binnen weniger Tage rund 200 abgelehnte Asylbewerber abgeschoben worden. Doch scheinen immer mehr Menschen die freiwillige Ausreise einer zwangsweisen Rückführung vorzuziehen.

Im ersten Halbjahr 2016 hat in Mecklenburg- Vorpommern die Zahl der freiwilligen Ausreisen abgelehnter Asylbewerber deutlich stärker zugenommen als die der Abschiebungen. Wie das Innenministerium in Schwerin mitteilte, verließen 349 ausreisepflichtige Personen freiwillig das Land. Das waren fünfmal so viele wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres, als 69 ohne Zwangsmaßnahmen ausreisten. Die Zahl der Abschiebungen stieg im Vergleichszeitraum von 335 auf 456, ein Plus von etwa einem Drittel.

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, nahm die Zahl der Abschiebungen bundesweit deutlich zu. Vor allem in Sachsen wurden demnach ausreisepflichtige Personen besonders konsequent zurückgeschickt. Mit 2245 Frauen, Männer und Kindern mussten mehr als viermal so viele abgelehnte Asylbewerber den Freistaat zwangsweise oder überwacht verlassen als im ersten Halbjahr 2015.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte sich in der Vergangenheit immer wieder dafür ausgesprochen, abgelehnte Asylbewerber rasch in ihre Heimat zurückzuschicken und das im Nordosten gegen alle Kritik auch praktiziert.

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