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Bildung MV : Freie Schulleiterposten werden besetzt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Land ändert Bewerbungsbedingungen, von 43 Stellen nur noch 14 offen

Ein Großteil der freien Schulleiterposten in Mecklenburg-Vorpommern kann jetzt besetzt werden. Grund sind veränderte Bewerbungsbedingungen, wie das Bildungsministerium am Dienstag in Schwerin mitteilte. Die Links-Opposition im Landtag glaubt dagegen, dass weniger Schulleiter altersbedingt ausscheiden.

Nach Angaben des Ministeriums sind von 43 nicht dauerhaft besetzten Leitungsstellen an öffentlichen Schulen nur noch 14 offen. Bei 24 Stellen sei das Ausschreibungsverfahren erfolgreich - es liegen  Bewerbungen vor oder die Mitbestimmungsgremien müssen der Auswahl noch zustimmen. Fünf Schulleiter- oder Stellvertreterposten könnten nicht dauerhaft besetzt werden, weil die Schulentwicklungsplanung

nicht abgeschlossen ist oder die Schule nicht dauerhaft Bestand hat.

Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) führte die bessere Besetzbarkeit der Stellen auf veränderte Besetzungsverfahren zurück. So sei die Voraussetzung einer bestimmten Entgeltgruppe für die Bewerbung weggefallen. Seit dem 1. August 2014 könnten sich auch Lehrer bewerben, die nicht in einem Arbeitsverhältnis beim Land Mecklenburg-Vorpommern stehen. Lehrer würden zielgerichtet fortgebildet, wenn sie später Schulleiter werden wollen. Außerdem gewähre das Land Lehrern mit Leitungsaufgaben eine Zulage.

Kommissarische Schulleiter und Stellvertreter insbesondere an kleinen Schulen erhielten seit 2014 mehr Geld. Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion in Landtag, Simone Oldenburg, meint dagegen, dass sich die Anzahl der kommissarisch besetzten Stellen auf einem konstanten Wert einpegele, liege „schlicht an der Tatsache, dass nicht mehr so viele Mitglieder von Schulleitungen altersbedingt ausscheiden“. Zudem gebe es Druck durch den Minister: „Er verpflichtet Lehrkräfte, diese Tätigkeit sechs Monate kommissarisch auszuüben und sich im Anschluss auf diese Stelle zu bewerben. Nur wer eine Schule kommissarisch leitet und zugleich bereit ist, die Leitung dauerhaft zu übernehmen, erhält nach den sechs Monaten die damit verbundene Zulage. Bewirbt er sich nicht, macht er kommissarisch weiter und erhält lediglich 50 Prozent der Zulage“, erläuterte Oldenburg.

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