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Mecklenburg-Vorpommern : Freibäder trotz vieler Regentage gut besucht

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Die Freibäder in MV sind trotz vieler Regentage in dieser Badesaison häufiger besucht worden als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig bleiben die Gästezahlen in vielen Anlagen unter dem langjährigen Durchschnitt.

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erstellt am 29.Aug.2012 | 07:37 Uhr

Schwerin/Rostock | Die Freibäder in Mecklenburg-Vorpommern sind trotz vieler Regentage in dieser Badesaison häufiger besucht worden als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig bleiben die Gästezahlen in vielen Anlagen unter dem langjährigen Durchschnitt, wie aus einer Umfrage hervorgeht. Keines der sieben Freibäder steht wegen des schlechten Wetters in den Jahren 2011 und 2012 vor dem Aus. Entweder kommen die Kommunen für die Verluste auf oder die privaten Betreiber hoffen auf bessere Zahlen in den kommenden Jahren. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nur wenige Freibäder, in denen Eintritt verlangt und die Besucher gezählt werden. Badegäste zieht es eher an die rund 2000 Seen und Ostsee- und Boddenküste.

Im Waldbad Stavenhagen wurde wenige Tage vor Ende der Saison bereits ein Besucherrekord verzeichnet. 37 000 Menschen seien in das Freibad gekommen, berichtet Leiter Stefan Hamann. "Wir können uns nicht beklagen." 2011 waren es 31 000 Besucher, im Jahr zuvor 33 000. Schwarze Zahlen schreibt das Bad trotzdem nicht, die Stadt gibt einen Zuschuss für die Anlage. In Pasewalk haben bis Ende Juli 15 000 Menschen das Freibad besucht, wie eine Sprecherin der Stadt sagte. Damit sei die Besucherzahl etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Das Jahr 2010 sei jedoch besser gewesen. Im Durchschnitt kämen pro Saison 20 000 bis 35 000 Menschen in das Schwimmbad. Der Betrieb kostet etwa 130 000 Euro jährlich. In anderen Städten sieht es ähnlich aus: Auch in Demmin, Friedland und Torgelow liegen die aktuellen Besucherzahlen über denen der vergangenen Saison. In den Vorjahren wurden jedoch noch mehr Gäste gezählt. Alle drei Freibäder werden von der Stadt finanziell unterstützt, je nach Größe mit bis zu 350 000 Euro im Jahr.

Aber auch privat betriebene Freibäder müssen wegen des schlechten Wetters in diesem Jahr nicht um ihre Existenz bangen. Das Rostocker Flussbad verzeichne zwar mit 16 000 Besuchern auch eine "durchwachsene Saison", sagte der Vorsitzende des Betreiber-Vereins "Lederhexen", Uwe Richter. Wegen der vielen ehrenamtlichen Helfer sei das jedoch "finanziell nicht das Problem". Das Flussbad erhält kein Geld von der Stadt. Das Strandbad Eldena in Greifswald konnte die Besucherzahlen in diesem Jahr zwar um etwa die Hälfte auf 32 000 steigern, trotzdem arbeitet das Bad derzeit "nicht wirtschaftlich", wie ein Sprecher sagte. Um die Kosten zu decken, müssten rund 40 000 Gäste ihren Eintritt bezahlen.

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