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Studie vom Max-Planck-Institut : Frauen im Osten haben höhere Lebenserwartung

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Ältere Frauen in Ostdeutschland leben länger als ihre Altersgenossinnen im Westen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock.

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erstellt am 10.Jul.2013 | 11:11 Uhr

Rostock | Ältere Frauen in Ostdeutschland leben länger als ihre Altersgenossinnen im Westen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock. Die Sterblichkeit von Frauen, die in den 1940er- Jahren geboren wurden, ist demnach im Westen höher als im Osten. Die Forscher Rembrandt Scholz und Mikko Myrskylä haben den Grund dafür gefunden: Ost-Frauen dieser Generation rauchten deutlich seltener.

Während fast 44 Prozent der westdeutschen Frauen der Jahrgänge 1946 bis 1950 zur Zigarette griffen, seien es im Osten nur knapp 30 Prozent. Das unterschiedliche Rauchverhalten hat konkrete Folgen: "In den Jahren 2005 bis 2009 gab es in Ostdeutschland auf 1000 Frauen im Alter zwischen 55 und 59 Jahren 3,7 Sterbefälle", sagt Scholz. In Westdeutschland seien es 4,2 gewesen. In den Jahren 2000 bis 2004 waren demnach von 1000 Frauen der Jahrgänge 1946 bis 1950 im Osten 2,7 gestorben, im Westen 3. Auch die Todesursachen bezogen die Wissenschaftler in ihre Analyse mit ein. So starben im Osten von 2005 bis 2009 zwischen 12 und 14 Prozent der 50- bis 64-jährigen Frauen an Lungenkrebs. Im Westen waren es 25 Prozent.

Als Hauptindikatoren für ein langes Leben gelten demnach die medizinischen Versorgung, der Lebensstandard, die psychosoziale Stressbelastung und die Gesundheitsvorsorge. "In allen vier Bereichen sind die Bedingungen im Westen noch immer besser als im Osten", heißt es im jüngsten Newsletter des Instituts. Eine Umkehr der Verhältnisse, wie die beiden Forscher nun he rausgefunden haben, müsse eine andere Ursache haben, die nicht direkt mit der deutschen Wiedervereinigung zusammenhänge: das Rauchverhalten. Allerdings könnte sich der Trend in der Zukunft wieder ändern, vermutet Scholz. Frauen, der 1960er- und 1970er- Jahrgänge erreichen in den nächsten Jahren ein Alter, in dem sich der Nikotinkonsum auf die Sterberaten auswirkt. Und derzeit rauchten ostdeutsche Frauen mehr als westdeutsche.

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