Entwicklungen in der SPD : Frau Martin hat den schönsten Job

Diese Woche fing ja gut an.

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07. Juni 2019, 20:00 Uhr

Erst schmeißt Andrea Nahles so was von hin, dass man bald hinter ihren Namen (SPD) schreiben muss, damit man sich überhaupt noch an sie erinnert. Dann Krisensitzung in Berlin und heraus kam das Trio infernale mit Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel – welche Wahl hat der eigentlich nicht verloren? Aber vielleicht wird ja auch alles gut. Viele mythische Gestalten treten als Trias auf. Die griechischen Götter Zeus, Poseidon und Hades teilten sich z. B. die Herrschaft über Menschen und Götter. Den Dreien von der SPD reichten schon Wähler und Regierung. Aber Troika und Sozialdemokraten, das ging schon mal schief, siehe Oskar Lafontaine, Rudolf Scharping und Gerhard Schröder. Da sah hinterher nur einer gut aus. Und dann schreibt Ex-Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) am Dienstag auch noch im Politik-Magazin „Cicero“: „Die Krise der SPD ist eine personelle, und keine programmatische.“ Nur eine Persönlichkeit mit Charisma und Größe könne der SPD die Würde zurückgeben. Was für eine Begleitmusik. Obwohl, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeigte durchaus Größe, als sie am Montagabend beim MV-Sommerfest in Berlin für MeckPomm warb: „Unser Sommerfest findet in turbulenten Zeiten statt. Da ist es gut zu wissen, dass es mit Mecklenburg-Vorpommern den perfekten Ort für eine Auszeit gibt...“ Sollte das eine direkte Einladung an Andrea Nahles sein? Gesagt hat sie es nicht, aber es klang so...

Irgendwer muss auf dem Sommerfest ein MeckPomm-Aphrodisiakum versprüht oder Foersters Heide Gin aus Klein Kussewitz ausgeschenkt haben. Da behauptete die neue Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) doch glatt auf offener Bühne: „Als Chefin der MV-Landesvertretung hatte ich den schönsten Job in Berlin. Jetzt als Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur habe ich den schönsten Job in Schwerin.“ Frau Martin sollte mal ihre Vorgängerin Birgit Hesse (SPD) fragen. Die

einen sagen so, die anderen

sagen so.

Bei 800 Gästen braucht es eine Menge Lübzer, Schönfelder Bratwürste und Heide Gin. Schlappe 100 000 Euro kostete das Fest. Kein Pappenstiel. Trotz Sponsoren. Aber wenn man die richtigen Leute einlädt... Als Steuerzahler-Präsident Reiner Holznagel, auch ein Landeskind, eintraf, stellte er fachmännisch fest: „Wo ich bin, gibt es keine Verschwendung.“ Na dann, schönes Wochenende...

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