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Märchentheater : Frau Holle sorgt für Flockenwirbel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landestheater Parchim mit gelungenem Start in die Märchensaison

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Kaum hat sich der Altweibersommer verabschiedet, lässt`s „Frau Holle“ auch schon schneien. Das Landestheater Parchim ist früh dran in diesem Jahr mit seinem „Weihnachtsmärchen“. Gestern feierte das Stück in der zeitgemäßen Version von Regisseurin Katja Mickan seine Premiere in der Parchimer Stadthalle. Und fast 300 vorwiegend kleine Gäste feierten begeistert mit: Lange anhaltender Beifall für die Akteure, die gut eine Stunde lang beste Unterhaltung lieferten. In einem Stück, das jeder kennt und das doch mit kleinen Überraschungen aufwartet - ohne erhobenen Zeigefinger, aber nicht ohne pädagogischen Wert. Natürlich, alle kleinen Mädchen wollten am Ende die fleißige Marie (Carolin Bauer) sein, die nicht nur mit einem goldenen Kleid, sondern auch mit Frau Holles Ziehsohn Max (Martin Klinkenberg) belohnt wird. Selbst bei der garstigen und faulen Schwester Maria (Anne Ebel) sind Hopfen und Malz noch nicht verloren. Frau Holle (Marlene Eiberger) nippt gern mal am Eierlikör und überhaupt sind alle Figuren mit allzu menschlichen Eigenschaften ausgestattet. Selbst der heimliche Publikumsliebling, der Backautomat (Wiebke Rohloff), trägt menschliche Züge und einen bekannten Namen: „Brodkorb“ . Das alles in zauberhafter Kulisse von Bühnenbildnerin Birgit Voß. Eine gelungene Premiere, bereits die dritte des Parchimer Ensembles in der noch jungen Spielzeit. „Um die große Nachfrage zu befriedigen“, erklärt Intendant Thomas Ott-Albrecht den frühen Start in die Weihnachtsmärchenzeit. Auch in Güstrow, Waren und Wittenberge soll die Parchimer „Frau Holle“ in den nächsten Wochen für Flockenwirbel und leuchtende Kinderaugen sorgen.
Damit eröffnete das Parchimer Theater, das wegen der baulichen Mängel nicht im großen Saal des Haupthauses spielen kann und noch häufiger auf Reisen geht als sonst, die Wintermärchensaison in Mecklenburg-Vorpommern. Die Vorpommersche Landesbühne Anklam hatte ebenfalls für gestern mit den „Bremer Stadtmusikanten“ die erste von gleich drei Märchenpremieren geplant. In Schwerin soll Ende November „Die Schneekönigin“ Premiere haben und im Rostocker Volkstheater ebenfalls Ende November „Rumpelstilzchen“.

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