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Mecklenburg-Vorpommern : Förderung für Mastanlagen gestoppt

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Änderung: Bei der Vergabe von Fördergeldern für Tierhaltungsanlagen in MV soll künftig mehr auf Management, Tierschutz, Tiergesundheit und Umweltverträglichkeit in den Betrieben geachtet werden.

Schwerin | Mecklenburg-Vorpommern will die bisherige Praxis bei der Förderung von Tierhaltungsanlagen ändern. Bei der Vergabe von Fördergeldern soll künftig mehr auf Management, Tierschutz, Tiergesundheit und Umweltverträglichkeit in den Betrieben geachtet werden, sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD). Die bisherige Förderung sei für das erste Halbjahr 2012 ausgesetzt. Davon ausgenommen seien Milchvieh- und Ökobetriebe.

"Wir überarbeiten die Kriterien für die Förderung", erläuterte der Minister. Bereits seit dem 30. September seien keine Förderanträge mehr bearbeitet worden. 21 Anträge seien in diesem Zeitraum eingegangen. Hintergrund sind Studien über Antibiotika-Gaben in der Hähnchenmast. Stichproben zufolge erhalten die Tiere mindestens zweimal in ihrem kurzen Leben Antibiotika.

Die geplante Änderung der Förderkriterien ist ein Vorgriff auf einen "Masterplan", den Backhaus 2013 vorlegen will. Ein Gremium sei damit beauftragt, den Leitfaden für eine nachhaltige, umwelt- und tiergerechte Land- und Ernährungswirtschaft zu erarbeiten, sagte der Minister.

Der Masterplan soll zeigen, wie ein moderner Landwirtschaftsbetrieb aussehen muss, der wirtschaftlich erfolgreich ist und den Ansprüchen an Klima- und Umweltschutz genüge. Er soll auch die politischen Rahmenbedingungen definieren. "Ich will damit erreichen, dass die ideologisch geprägte Debatte über Groß und Klein in der Landwirtschaft beendet wird", sagte Backhaus. Er wolle bundesweit einheitliche Standards und auch die Änderung von Bundesgesetzen erreichen.

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erstellt am 20.Dez.2011 | 09:22 Uhr

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