Großbrand bei Groß Laasch : Flutung des Waldes zeigt Wirkung

Seit Mittwoch kämpfen Feuerwehrleute gegen einen Barnd nahe Groß Laasch. Die A14 ist weiterhin gesperrt.
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Seit Mittwoch kämpfen Feuerwehrleute gegen einen Barnd nahe Groß Laasch. Die A14 ist weiterhin gesperrt.

Nach Hubschrauber und Löschpanzer wird Wasser aus einem Kanal an den Brandherd gepumpt.

svz.de von
07. Juli 2018, 14:07 Uhr

Beim Löschen des seit Tagen andauernden Waldbrandes in der Nähe von Groß Laasch zeigt die massive Bewässerung des Technischen Hilfswerkes Wirkung. Offenes Feuer gebe es nicht mehr, jedoch noch immer Glutnester, teilt die Einsatzleitung am Abend mit.

Seit Samstag früh um 6 Uhr pumpt das THW große Wassermengen in das Waldbrandgebiet an der Autobahn 14. Hierfür seien Schläuche zu einem nahegelegenen Kanal gelegt worden.

Kathrin Neumann

„Das THW hat leistungsstärkere Pumpem", hatte Einsatzleiter Wolfgang Krause am Mittag erklärt. Damit werden über eine mehr als einen Kilometer lange Leitung rund 3000 Liter Wasser je Minute aus dem Ludwigsluster Kanal in das Waldgebiet gepumpt. Damit das Wasser reicht, hatte die Firma MUT kurzfristig einen Damm errichtet, um den Kanal anzustauen. Etwa 1,8 Millionen Liter sind bis zum späten Nachmittag an die Brandherde gepumpt worden.

Kathrin Neumann

Zusätzlich haben die Freiwilligen Feuerwehren sechs Wasserwerfer mit einer Gesamtleistung von etwa 12000 Litern in der Minute aufgebaut. Auch Lösch- und Bergepanzer sind weiterhin für die Brandbekämpfung vor Ort. 108 Kräfte sind derzeit im Schichtsystem im Dauereinsatz, insbesondere für das Herstellen der rund vier Kilometern Schlauchleitungen.

Kathrin Neumann

Ein erneuter Überflug des Brandgebietes mit einem Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera bestätigte am Sonnabendnachmittag die insgesamt positive Entwicklung. Solange jedoch noch nicht alle Glutnester im Waldboden gelöscht sind und es weiterhin zur Explosion von Munitionsresten kommen kann, bleibt die Situation aus Sicht der Einsatzleitung hoch gefährlich.

In Abstimmung mit dem Landkreis und allen weiteren beteiligten Behörden bleiben alle Sicherheitsmaßnahmen bis auf weiteres bestehen: die 1000-Meter-Sperrzone um das betroffene Waldstück ebenso wie die Vollsperrung der 50 Meter von Brandort verlaufenden A 14 vom Autobahnkreuz Schwerin bis zur Anschlussstelle Grabow, der B 191 zwischen Ludwigslust und Neustadt-Glewe und weiterer Straßen in der Umgebung von Groß Laasch. 

Das Feuer war am Mittwochabend auf einem Feld ausgebrochen und hatte sich durch den trockenen Boden auch auf den Wald ausgebreitet.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es knapp 800 Flächen, die durch Munition und andere Kampfmittel belastet sind. Demnach seien 3,9 Prozent der Landesfläche (90 000 Hektar) von Mecklenburg-Vorpommern betroffen, teilte das Innenministerium am Freitag mit. In der Ostsee gebe es zusätzlich 37 Flächen mit rund 65 000 Hektar. Bei einem Waldbrand in Groß Laasch (Landkreis Ludwigslust-Parchim) mussten sich Einsatzkräfte der Feuerwehr am Mittwoch zurückziehen, weil dort Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg explodierten. Die Bundeswehr leistete daraufhin Amtshilfe und kam unter anderem mit einem Löschhubschrauber zum Einsatzort.

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