zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

26. September 2017 | 07:37 Uhr

Fluthilfe: Leser spenden 63 263 Euro

vom

svz.de von
erstellt am 27.Jun.2013 | 10:17 Uhr

Die Flut geht, die Hilfe kommt: Täglich gehen immer noch Spenden auf unser Konto für die Flutopfer in der Region ein. 1500 Euro waren es gestern wieder. Inzwischen sind wir bei sage und schreibe 63 263 Euro gelandet, mit denen wir u.a. der 74-jährigen Elfriede Kober aus Bälow südlich von Wittenberge helfen wollen, ihr Häuschen wieder zu beziehen. Sie hat durch die Elbflut alles verloren. Ihr Haus steht noch immer unter Wasser. Oma Kober hat nur eine kleine Rente und könnte ohne Hilfe niemals wieder in ihr Häuschen einziehen. Der Gebäudeschaden wird auf 35 000 Euro geschätzt. 15 000 Euro Schaden an der Inneneinrichtung kommen hinzu. Elfriede Kober soll eine Hälfte der Leser-Spenden erhalten, die andere Hälfte geht an einen Jugendtreff in Kamern, der noch immer von Wasser umflutet ist.


Mathias Thees von der Caritas Mecklenburg e.V., mit der unsere Zeitung die einmalige Spendenaktion organisiert hat, ist von diesem Erfolg beeindruckt. „Das Geld kommt eins zu eins bei den Betroffenen an“, verspricht er. „Es gibt keine Verwaltungsgebühren. Wir danken allen Lesern, die mit ihren Geld anderen Lesern helfen.“ Mathias Thees macht darauf aufmerksam, dass Spendenquittungen direkt an die Caritas Mecklenburg angefordert werden können (Telefon 0385 59179 0).
Auch das von dem Hagenower Künstler Torsten Weigelt zur Versteigerung gespendete 2,30 Meter breite Glasfräs-Motiv ist noch zu haben. Es zeigt einen Ausschnitt der Elbkarte von Hamburg aus dem Jahre 1568 und ist in unserem Verlagsgebäude in Schwerin zu besichtigen. Bieten Sie mit, schicken Sie uns per Post, Telefon oder Mail Ihre Angebote. Das Kunstwerk wird nach Überweisung an den Meistbietenden übergeben.


Unterdessen hat gestern auch der Bundesrat eine rasche Entscheidung über die Finanzhilfen zur Beseitigung der Hochwasserschäden angekündigt. „16 Länder und der Bund stehen zusammen, wenn es drauf ankommt“, sagte die Ministerpräsidentin Thüringens, Christine Lieberknecht (CDU). Den vorgesehenen „Aufbauhilfefonds“ mit einem Volumen von bis zu acht Milliarden Euro nannte sie ein wichtiges Zeichen. Die Verabschiedung ist im Bundesrat für 5. Juli avisiert. Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD), sagte, den Betroffenen werde zügig geholfen „ohne kleinliche Diskussion, ohne Pfennigfuchser“. Der Bundestag will den Fluthilfefonds am Freitag beschließen.


Die jüngste Flut an der Elbe und der Donau war ein Jahrhundertphänomen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz und des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Demnach wurden etwa an der Elbe auf einer 250 Kilometer langen Strecke zwischen Coswig in Sachsen-Anhalt und Lenzen in Brandenburg die höchsten jemals gemessenen Wasserstände registriert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen