Verbraucherschutz : Flugzeuge gezielt überbucht

So mancher Urlauber hatte schon das Nachsehen, weil der Flieger absichtlich überbucht wurde.
So mancher Urlauber hatte schon das Nachsehen, weil der Flieger absichtlich überbucht wurde.

MV-Ministerin Hoffmeister will gängige Praxis beenden

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15. Juni 2018, 05:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern will dem gezielten Überbuchen von Flugzeugen durch Fluggesellschaften einen Riegel vorschieben. Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU), die im Nordosten für den wirtschaftlichen Verbraucherschutz zuständig ist, hat ein Verbot dieser Praxis und eine entsprechende Änderung der Fluggastrechte-Verordnung gefordert. Mecklenburg-Vorpommern lege der Verbraucherschutzministerkonferenz, die in Saarbrücken tagt, dazu einen Antrag vor, sagte Hoffmeister. „Den Verbraucherinnen und Verbrauchern dürfte kaum bekannt sein, dass der häufigste Grund, warum Fluggäste nicht mitgenommen werden, die bewusste Überbuchung der Maschinen durch die Fluggesellschaften ist“, sagte die Ministerin. Die Unternehmen wollten so ihr wirtschaftliches Risiko minimieren, da es vorkommt, dass Reisende ihren gebuchten Flug nicht antreten.

Die Fluggesellschaften ließen sich das Recht zur Nichtbeförderung im Falle der Überbuchung regelmäßig in ihren Beförderungsverträgen einräumen, so Ministerin Hoffmeister „Diese akzeptiert der Fluggast bei der Buchung.“ Aus ihrer Sicht sollte es als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, wenn Fluggäste wegen gezielter Überbuchung nicht mitgenommen werden, sagte die Ministerin. Bisher gibt es Entschädigungen für Betroffene.

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