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TU-134 der Stasi : Flugzeug-Schwertransport aus Vorpommern in Cottbus angekommen

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Wie kriegt man ein riesiges Ex-Stasi-Flugzeug, das nicht mehr abheben kann, auf dem Landweg von Vorpommern nach Cottbus? Mit einem Schwerlastkran, speziellen Lastwagen und Autobahn-Teilsperrungen - haben die Spezialisten des Flugplatzmuseums Cottbus bewiesen.

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erstellt am 17.Okt.2017 | 09:17 Uhr

Ein spektakulärer Flugzeug-Schwertransport von Vorpommern ins Flugplatz-Museum Cottbus ist beendet: Wie ein Sprecher der Spedition am Dienstagmorgen erklärte, trafen vier Schwerlast-Lkw mit einer in Teile zerlegten Tupolew 134 nach 260 Kilometern und sechseinhalb Stunden Fahrt am Ziel ein. Die riesige Passagiermaschine hatte die Sowjetunion ab 1984 der DDR-Staatssicherheit überlassen, die darin bis 1990 bei Grünz im Brandenburgischen Anti-Terroreinsätze trainierte.

Das rund 30 Meter lange und mit Tragflächen 37 Meter breite Flugzeug stand seit 1991 in Grünz (Kreis Vorpommern-Greifswald) im Garten eines Gastwirtes, der sich die Maschine damals geholt hatte. Er überließ das Flugzeug aus Altersgründen dem Flugplatzmuseum.

 

Die Passagiermaschine soll nun eines der Aushängeschilder für das Museum werden, das über mehr als 40 Großexponate verfügt. Bis die zerlegte TU 134 wieder vollständig und saniert ist, können aber ein bis zwei Jahre vergehen, sagte der Museumssprecher. Das Abladen sei für Mittwoch geplant.

Für den Transport wurde das Flugzeug der sowjetischen Aeroflot in mehrere große Teile zerlegt, so dass vier Schwerlast-Lkw nötig waren. Besonders problematisch war die Fahrt mit dem Riesen-Rumpf, für den extra ein in der Länge verstellbarer Spezial-Lkw gebraucht wurde und die Lastwagen mit den breiten Tragflächen.

 

So stockte der Transport kurzzeitig wegen eng stehender Bäume einer Allee bei Grünz. Die Bauarbeiter auf dem östlichen Berliner Ring mussten vorübergehend eine Pause einlegen und ihre Baumaschinen an die Seite fahren, damit der Schwertransport durchkam, erklärte ein Sprecher des Flugplatzmuseums.

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