Brandanschlag in Trassenheide : Flüchtlingsunterkunft auf Usedom ausgebrannt

<p> </p>
1 von 12
Foto: Tilo Wallrodt

15 Flüchtlinge sollten ab kommender Woche ins ehemalige Bürogebäude einer Metallbaufirma auf Usedom einziehen. In der Nacht zu Sonntag brannte es aber ab. Bereits Mitte Oktober hatte es einen Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft gegeben.

svz.de von
15. November 2015, 10:45 Uhr

Nach dem Brand in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft auf der Ostseeinsel Usedom geht die Polizei von Brandstiftung aus. Die unbekannten Täter hätten sich am Sonntagmorgen gewaltsam Zutritt in das Gebäude verschafft und dann im Dachgeschoss mit einem Brandbeschleuniger das Feuer gelegt, teilte die Polizei mit. Das Gebäude sei nicht mehr bewohnbar, der Sachschaden belaufe sich auf rund 100 000 Euro. Die Feuerwehr war mit 48 Mann im Einsatz, um den Brand zu löschen.

Von Donnerstag kommender Woche an sollten 15 Flüchtlinge in den vier frisch hergerichteten Wohnungen leben. Erst drei Tage vor dem Feuer hatte es eine Einwohnerversammlung mit Informationen zur Unterkunft in Trassenheide gegeben.

Bereits vor einem Monat gab es einen Brandanschlag auf das leerstehende Gebäude. Unbekannte Täter hatten zwei mit Brandbeschleuniger gefüllte Glasflaschen gegen die Hauswand geworfen. Damals entstand jedoch kaum ein Schaden am Haus.

Insgesamt geht nach der Einführung von Grenzkontrollen durch Schweden die Zahl der Transitflüchtlinge im Nordosten deutlich zurück. So waren am Sonntag nur noch 107 Flüchtlinge in zwei Notunterkünften in Rostock und 17 in Prora. „Wir haben am Sonntag ein Kontingent von 230 Fährtickets“, sagte Stadtsprecher Ulrich Kunze. Am Samstag seien es 330 Tickets gewesen, nur 55 wurden in Anspruch genommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen