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Mecklenburg-Vorpommern : Flüchtlingsaufnahme ohne Probleme

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Caffier dankt Soldaten für Einsatz in Basepohl / Sozialministerin Birgit Hesse besucht Asylbewerberheim

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Die Flüchtlingsaufnahme in Mecklenburg-Vorpommern läuft nach Angaben von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) derzeit weitgehend problemlos. Dazu würden vor allem die mit großer Unterstützung der Bundeswehr in ehemaligen Kasernen eingerichteten landeseigenen Zusatzunterkünfte in Basepohl und Fünfeichen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) beitragen. „Ohne die Bundeswehr hätten wir die Lage nie so schnell in den Griff gekriegt“, sagte Caffier gestern bei der Verabschiedung der Bundeswehrhelfer in Basepohl.

Ende vorigen Jahres waren monatlich mehr als 4000 Flüchtlinge in den Nordosten gekommen. Auf eine Flüchtlingskrise dieses Ausmaßes seien die staatlichen Strukturen nicht eingestellt gewesen, sagte Caffier. Das Land habe aber in Abstimmung mit den Kommunen rasch reagiert. Der Zustrom sei mit dem Wintereinbruch etwas zurückgegangen. Im Januar waren rund 1900 neue Asylbewerber im Land registriert worden.

In Basepohl wurden gestern 21 Soldaten geehrt, die jetzt wieder zum Dienst in ihren Einheiten zurückkehren. Sie hatten das DRK in der aufgegebenen Kaserne mehrere Monate bei der Essensversorgung und beim Aufbau der „Wohnaußenstelle der Erst-aufnahmeeinrichtungen“ unterstützt. Flüchtlingskinder überreichten den Soldaten Blumen mit den Worten „Danke Deutschland“.

MV-Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) besuchte indes ein Asylbewerberheim in Güstrow und sprach mit Teilnehmern eines Deutschkurses. Geleitet wird er von der ehrenamtlichen Lehrerin Carmen Hahn. Neben dem Deutschunterricht bietet die 68-Jährige gemeinsam mit ihrem Mann Gesprächsabende in der Gemeinschaftsunterkunft an. „Sie reden lassen, ihnen zuhören“, erklärt Carmen Hahn ihren Ansatz. Sie kennt die Mentalität der Afrikaner, ist selbst in Südafrika geboren und war dort zu Hause. Vor zwölf Jahren kam sie nach Deutschland. „Wir wollten uns einbringen, sind nach Mecklenburg gekommen und sind so glücklich mit dem, was wir hier tun“, betont Hahn. Zwei Frauen geben in dem Heim an vier Tagen in der Woche Deutschunterricht. Eine dritte ehrenamtliche Helferin sei avisiert, berichtet Heidrun Kiel, Leiterin der Einrichtung.

„Deutsche Sprachkenntnisse sind unerlässlich für eine gelungene Integration“, betonte Ministerin Hesse. Und: „Der Sprachkursus in Güstrow ist ein gutes Beispiel, wie Integration funktionieren kann. Mein Dank geht an die ehrenamtlichen Lehrer vor Ort. Ihr Einsatz verdient größten Respekt.“

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