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Flüchtlinge in MV : Flüchtlinge verlassen Jugendherbergen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sieben Einrichtungen dienten über den Winter als Flüchtlingsunterkünfte. Bis 28. Februar müssen die Herbergen nun aber leer werden.

svz.de von
erstellt am 23.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Sie boten saubere Zimmer, ein Stück Privatsphäre und vor allem Wärme im Winter: Sieben Jugendherbergen wurden seit November in Mecklenburg-Vorpommern als Flüchtlingsunterkünfte genutzt. Nun müssen sie bis Ende Februar freigezogen sein. „Wir gehen davon aus, dass die Kreise die Termine halten werden“, sagte Kathrin Röder, Sprecherin des Deutschen Jugendherbergswerkes Mecklenburg-Vorpommern. Bis zu 700 Flüchtlinge wurden im Winter zeitgleich in den Einrichtungen untergebracht, die ursprünglich in die Winterschließzeit gehen sollten. Ab Ostern sollen die Jugendherbergen wieder für Urlauber öffnen.

Als im Herbst 2015 die Flüchtlingszahlen immer stärker anstiegen, hatte das Innenministerium einen Rahmenvertrag mit dem Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerkes über die Nutzung der Einrichtungen geschlossen. Mit den Flüchtlingsunterkünften in den Herbergen Prora, Sellin, Barth, Born, Ueckermünde, Zielow und Mirow wurden Zelt- oder Containerstädte vermieden.

Befürchtungen der Kreise, dass im Frühjahr mit dem Auszug der Flüchtlinge aus den Herbergen ihre Unterbringung nicht zu bewältigen sei, bestätigten sich nicht. Die Kreise organisieren derzeit den Umzug in andere Einrichtungen. Auch wenn es schwierig sei, wie der Sprecher des Kreises Vorpommern-Greifswald, Achim Froitzheim, sagte.

Nach Angaben des Innenministeriums werden im Zuge der Rückgabe nun die notwendigen Instandsetzungen durch einen öffentlich bestellten Sachverständigen ermittelt. Nach erster Einschätzung des Jugendherbergswerks sind keine größeren Schäden bekannt. Das Land erstattet den Kommunen die notwendigen Kosten zur Versorgung und Unterbringung von Asylbewerbern zu 100 Prozent. Für Miete, Verpflegung, Reinigung und Serviceleistungen in den sieben Einrichtungen hat das Land 2,6 Millionen Euro gezahlt.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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