Mecklenburg-Vorpommern : Flüchtlinge in Wohnungen unterbringen

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Caffier sieht Kapazitäten wegen Leerstands, aber keine Notwendigkeit für einen Gipfel.

Die Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern könnten nach Ansicht von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) mehr Flüchtlinge in Wohnungen unterbringen. „Angesichts des hohen Wohnungsleerstandes sehe ich die Möglichkeiten der dezentralen Unterbringung nicht ausgeschöpft“, sagte Caffier gestern im Landtag in Schwerin. Er lehnte die Forderung der Fraktion der Grünen nach Einberufung eines Flüchtlingsgipfels im Land ab. „Die Flüchtlingshilfe in Mecklenburg-Vorpommern funktioniert“, betonte er.

Die Grünen-Abgeordnete Silke Gajek beantragte, dass Vertreter von Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Kirchen, aus der Wirtschaft und von Flüchtlingsorganisationen gemeinsam Maßnahmen zur Unterbringung, Betreuung und Integration von Flüchtlingen festlegen sollten. Im Land wird in diesem Jahr ein Anstieg der Asylanträge erwartet. Es wird mit bis zu 4500 Erstanträgen gerechnet, 2013 waren es rund 2300.

Der integrationspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Michael Silkeit, wies auf die gute Betreuung von Flüchtlingen in Mecklenburg-Vorpommern hin. Nach Ansicht des CDU-Politikers lässt sich die Situation nicht mit der in Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Baden-Württemberg vergleichen. „Ich bin regelmäßig im Land unterwegs und besuche die Gemeinschaftsunterkünfte. Dabei spreche ich sowohl mit den Trägern der Einrichtungen als auch mit den Bewohnern. Zu keinem Zeitpunkt haben mir die Bewohner über Missstände oder Qualitätsmängel berichtet, die auf einem Flüchtlingsgipfel zu klären wären. Selbstverständlich gibt es und wird es auch immer Probleme geben. All das sind aber Probleme, die auf kommunaler Ebene zu lösen sind und nicht durch einen Flüchtlingsgipfel“, sagte Michael Silkeit.

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