Bilanz für MV : Flaute beim Schlussverkauf

Der Einzelhandel ist mit dem diesjährigen Sommerschlussverkauf (SSV) relativ zufrieden.
Der Einzelhandel ist mit dem diesjährigen Sommerschlussverkauf (SSV) relativ zufrieden.

Trotz gemischter SSV-Bilanz wird beim Handel Umsatzplus erwartet

svz.de von
07. August 2016, 20:00 Uhr

Der Einzelhandel in Mecklenburg-Vorpommern hat eine gemischte Bilanz des bisherigen Sommerschlussverkaufs (SSV) gezogen. Offiziell gibt es den zweiwöchigen Schlussverkauf zwar seit Jahren nicht mehr, Rabattaktionen oder „Sales“ gehören aber ungebrochen zum Sommer, hieß es beim Einzelhandelsverband Nord. Die Kunden seien daran gewöhnt.

Euphorisch seien die Händler insbesondere bei Bekleidung aber nicht, räumte Verbands-Geschäftsführerin Monika Dürrer ein. Das durchwachsene Wetter sei zwar Bummelwetter, aber in den Läden und Einkaufszentren seien „mehr Menschen als Tüten“ zu sehen, sagte sie.

Und das liege nicht nur an den Einschränkungen bei der Verwendung von Plastiktüten. Dennoch werde der Handel im Land zum Jahresende sein Ziel erreichen, ein nominelles Umsatzplus von zwei Prozent zu erzielen, meinte Dürrer optimistisch.

„Sehr zufrieden“ waren die Händler im Neubrandenburger Marktplatz-Center, wie Centermanagerin Hannah Ahrens berichtete. Dort hatte der Sommerschlussverkauf schon Anfang Juli begonnen, als das Wetter sehr gut war. „Dann reduzierte Sommerkleidung kaufen zu können, war super“, sagte sie. Auch jetzt laufe der Schlussverkauf gut: „Sommerferien und schlechtes Wetter sind günstig dafür.“ Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) machen auch viele Baumärkte, Möbelhäuser, Sporthändler und Elektrogeschäfte beim Sommerschlussverkauf mit. Rund drei Viertel der Händler in Deutschland würden sich an der Aktion beteiligen.

Bei Bekleidung sei trotz hoher Rabatte noch viel Sommerware in den Geschäften, so Dürrer. Mehr als 70 Prozent Nachlass würden die Händler aber nicht geben. „Dann sind sie beim Einkaufspreis oder darunter.“

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