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Mecklenburg-Vorpommern

15. Dezember 2017 | 05:40 Uhr

Fotoshooting für Küken : Flauschige Models

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die achtjährige Nele Neugebauer macht mit ihren drei Hühnerküken und der kleinen Gans Gustav gerne ausgefallene Fotoshootings

von
erstellt am 26.Mai.2016 | 06:15 Uhr

„Mama, du musst auf das da aufpassen“, sagt Nele und zeigt auf eines der Küken. Sie selbst hält zwei in den Händen. Setzt sie ganz behutsam auf die Fingerskateboards, die sie auf einem Holzbrett im heimischen Garten drapiert hat. Und auch Mama Nancy postiert nun das kleine flauschige Bündel, das sie in den Händen hält. „Nun ist ein bisschen Geduld gefragt“, sagt Nancy Neugebauer. Doch schon ein paar Sekunden später halten die drei fünf Wochen alten Strupphuhn-Mischlingsküken still. Sie stehen auf den Boards, als hätten sie nie was anderes gemacht. Und knips – schon ist das Foto im Kasten. „Mama macht oft solche coolen Fotos mit mir und meinen Tieren“, erzählt die Achtjährige.

Mit Nele, ihrer älteren Schwester Nina und ihren Eltern leben 21 Tiere auf dem Grundstück in Hof-Meteln bei Schwerin. Zwei Katzen, ein Hund, eine Schildkröte zwei Pfauen und einige Hühner. Das neuste Mitglied der tierischen Familie ist Gustav, die Gans. Das Küken ist erst sechs Tage alt und doch schon ein kleiner Profi, wenn es ums Modeln geht. „Mama, Mama, ich habe Gustav das Skateboarden beigebracht“, freut sich die Achtjährige und schlägt ein Rad. Und überhaupt ist Gustav etwas ganz Besonderes. Denn: Die niedliche Mini-Gans war ein Geschenk vom Nachbarn und schläft sogar bei Nele im Zimmer. Hat dort ein eigenes Körbchen. Aber manchmal darf Gustav auch mit Nele im Bett kuscheln, gibt ihre Muttern lächelnd zu. „Seine Mutter wurde vom Fuchs gerissen und die acht Eier unter der Lampe ausgebrütet“, erzählt Nancy Neugebauer. Nele habe sich dann mächtig gefreut, als sie Gustav bekam.

Erst mit der Achtjährigen kamen die vielen Tiere ins Haus der Neugebauers. „Sie braucht kein Spielzeug – sie lebt für die Tiere“, sagt ihre Mutter. Nele kümmere sich auch wirklich gut. Morgens lasse sie die Hühner aus dem Stall und nachmittags verbringe sie fast die ganze Zeit mit ihnen. „Sie hat sogar ihr Spielhaus geopfert“, erklärt Nancy und zeigt auf ein kleines Holzhäuschen, in dem sich nun ein Hühnerstall befindet. Zwei Jahre ist es her, dass die Grundschülerin mit einem Hahn und einer Henne von einem der Nachbarn nach Hause kam. „Der Hahn sollte geschlachtet werden – er wurde von einem zweiten Hahn immer angegriffen“, erinnert sich Nancy. Doch auf den Schlachthof kam er nicht. „Nele sagte, wir müssen ihn retten.“ Und schwups gab es vom Nachbarn noch eine Henne dazu, damit der Hahn Gesellschaft hat. „Leider hat er dann doch vor einem Jahr das Zeitliche gesegnet und wir haben uns einen Strupphuhn-Hahn gekauft“, erklärt Nancy und schaut dabei stolz ihre Tochter an. „Und aus Mama Chika und Papa Bombe sind dann die drei Küken entstanden – unsere ersten Küken“, erklärt Nele, nimmt Anlauf und schlägt wieder ein Rad.

Damit die Küken auf den Skateboards oder den Sonnenliegen stehen bleiben, nutzt Nele einen einfachen Trick. „Ich gebe ihnen vorher Würmer – dann sind sie satt und müde“, erzählt sie. Als nächstes soll Gustav dann nicht nur auf einem Skateboard stehen, sondern auch ein kleines Stückchen fahren können. „So wie mein Hund“, sagt Nele. Denn der sei mit ihr schon einmal richtig gefahren. „Ich auf einem und er auf einem Board. Und dann sind wir einen kleinen Berg heruntergefahren.“ Nele lächelt. Läuft mit Gustav auf dem Arm durch den Garten. „Mama, wir gehen schaukeln“, sagt Nele und wird immer schneller.

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