Tausende Fische verendet : Fischsterben in der Peene

Auf mehreren Kilometer im Stadthafen und auf der Peene gibt es Tausende tote und sterbende Fische.
Auf mehreren Kilometer im Stadthafen und auf der Peene gibt es Tausende tote und sterbende Fische.

„Gewaltiges Ausmaß“ - Die Ursache ist bisher noch nicht bekannt

svz.de von
01. September 2015, 08:00 Uhr

In der Peene bei Anklam sind Tausende Fische verendet oder kurz vor dem Sterben. Es handele sich um ein Fischsterben „gewaltigen Ausmaßes“, sagte gestern der Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Achim Froitzheim. Auf mehreren Kilometern trieben im Stadthafen, auf der Peene und deren Nebengewässer eine große Menge toter und sterbender Fische, darunter meterlange Hechte, starke Zander, Barsche und andere Arten.

Die Ursache für das Massensterben ist noch unklar. Die Wasserschutzpolizei nahm Proben, die nun in einem Labor untersucht werden. Ergebnisse liegen bislang nicht vor.

Während der Landkreis die Einleitung giftiger Substanzen für wahrscheinlich hält, gehen Wasserschutzpolizei und Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) derzeit eher von Sauerstoffmangel aus. „Wir müssen jetzt die Analytik abwarten“, sagte StALU-Leiter Matthias Wolters. Anwohner hatten am Morgen die toten Fische von Höhe der Klärbecken stromaufwärts bis zum Wasserwanderrastplatz entdeckt.

Ein Fischsterben kleineren Ausmaßes hatte sich am Wochenende im Saaler Bach im Kreis Vorpommern-Rügen ereignet. Die Ursache dafür wird derzeit vom Veterinäramt des Kreises untersucht. Es soll sich um mehrere hundert tote Fische, wie Plötzen und Brassen, handeln. Nach Einschätzung des Amtes könnte ein Sauerstoffmangel im Wasser verantwortlich für den Tod der Fische sein.

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