Absenkung der Heringsquote : Fischer fordern Nothilfen

Fischkutter auf dem Greifswalder Bodden
Fischkutter auf dem Greifswalder Bodden

Deutlich weniger Hering sollen Fischer aus der westlichen Ostsee ziehen

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02. Juni 2017, 05:00 Uhr

Nach der Empfehlung von Wissenschaftlern für eine Absenkung der Heringsfangmengen in der westlichen Ostsee fordern Fischer eine Erweiterung der Nothilfen. Die Bedingungen für die Ostseefischerei würden im nächsten Jahr noch schwieriger, teilte der Verband der Kutter- und Küstenfischer gestern in Hamburg mit. Für die Fischer sei es notwendig, dass das vom Bund in diesem Jahr bewilligte Nothilfeprogramm weitergeführt und ausgeweitet werde, um die angespannte Situation überstehen zu können.

Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hatte eine Absenkung der Heringsquote in der westlichen Ostsee um 39 Prozent gefordert. Hintergrund sei mangelnder Nachwuchs und die veränderte Berechnung der Biomasse für diesen Heringsbestand, der für die deutschen Kutter- und Küstenfischerei von großer Bedeutung ist.

Der Verband fordert Korrekturen am Nothilfeprogramm. In diesem Jahr würden weniger als ein Drittel der zur Verfügung gestellten Mittel ausgeschüttet, weil die Bedingungen viel zu restriktiv und die Höhe der Prämien viel zu niedrig seien, teilte der Verband mit. So fielen beispielsweise kleinere Kutter ganz aus dem Nothilfeprogramm heraus.

Aus Sicht des Fischereiverbandes ist die Absenkung der Fangmengen nicht nachvollziehbar.

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