Kriminalität : „Fischbrötchen“: Prozess wird neu aufgerollt

Dem Trio werden unter anderem ein Übergriff auf Stralsunds Vize-Oberbürgermeister Dieter Hartlieb, Brandanschläge und ein Buttersäureangriff zur Last gelegt.

svz.de von
20. November 2014, 07:45 Uhr

Das Verfahren um den sogenannten Stralsunder Fischbrötchen-Krieg wird neu aufgerollt. Ab kommenden Dienstag verhandelt das Landgericht Stralsund erneut gegen drei Männer, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Landgericht hatte die Männer im Juni 2013 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte das Urteil aufgehoben und die Beweiswürdigung bemängelt.

Dem heute 36, 31 und 35 Jahre alten Trio werden neben dem Übergriff auf Stralsunds Vize-Oberbürgermeister Dieter Hartlieb, Brandanschläge auf ein Auto und einen Kutter, ein Buttersäureangriff auf ein Hotel sowie die Lagerung einer Bombenattrappe im Stralsunder Bauamt zur Last gelegt. Die Männer sollen im Auftrag von Drahtziehern tätig gewesen sein, um die Stadt bei der Vergabe von Konzessionen für den Fischbrötchenverkauf am Hafen zu beeinflussen und mögliche Konkurrenten auszuschalten.

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