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Gericht : Fischbrötchen-Prozess wird neu aufgerollt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Bundesgerichtshof hat das Urteil aufgehoben und das Verfahren an das Landgericht Stralsund zurückverwiesen

Das Verfahren um den so genannten Stralsunder Fischbrötchen-Krieg wird neu aufgerollt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil aufgehoben und das Verfahren zur Verhandlung an das Landgericht Stralsund zurückverwiesen, wie der Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft, Ralf Lechte, gestern sagte. Der BGH habe die Beweiswürdigung bemängelt. Konkret gehe es um die Aussage der Mutter des 29 Jahre alten Angeklagten. Sie hatte angegeben, dass ihr Sohn in der Tatnacht zu Hause war.

Das Landgericht hatte ihn und zwei weitere Männer im Juni 2013 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Dem Trio wurden ein Übergriff auf Stralsunds Vize-Oberbürgermeister Dieter Hartlieb, Brandanschläge auf ein Auto und einen Kutter, ein Buttersäureangriff auf ein Hotel sowie die Lagerung einer Bombenattrappe im Stralsunder Bauamt zur Last gelegt. Als Tatmotiv sah das Gericht die hohe Verschuldung des 34 Jahre alten Haupttäters im Stralsunder Milieu an. Die Männer sollen im Auftrag von Drahtziehern tätig gewesen sein, um die Stadt bei der Vergabe von Konzessionen für den Fischbrötchenverkauf am Hafen zu beeinflussen und Konkurrenten auszuschalten.

Ein Termin für die Neuverhandlung vor einer anderen als der damals tätigen Strafkammer steht noch nicht fest.

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