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Drame bei Adler-Beobachtung Federow : Fischadler erobert TV-Nest zurück und zerstört Eier

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Drama nach feindlicher Übernahme von TV-Fischadler-Nest in Federow

svz.de von
erstellt am 20.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Die populärste Fischadler-Beobachtung im Nordosten - das „Adler-TV“ Federow bei Waren - hat eine feindliche Übernahme mit Eier-Verlusten erlebt. Das 22 Jahre alte Adlermännchen hat einen sechsjährigen Konkurrenten noch vertrieben, obwohl dieser schon drei Eier mit dem Adlerweibchen gezeugt hatte, wie Nationalparkführerin Birgit Zahn am Mittwoch sagte. Dann habe der „Sieger“ das Nest über Ostern derart geputzt, dass die Eier des Konkurrenten kaputt gingen.

In einem Fall sei gefilmt worden, wie das Weibchen ein kaputtes Ei auch wegträgt. Solche Fälle kämen in der Tierwelt immer wieder vor.

Der Nationalpark-Service hofft trotzdem noch auf Nachwuchs. „Das Stamm-Männchen und das Weibchen verpaaren sich fleißig und wir rechnen damit, dass in Kürze neue Eier kommen.“ Dann könnte bis Ende Mai der Nachwuchs schlüpfen. Zu dem Kampf war es gekommen, weil das jüngere Vogel viel früher aus dem Winterquartier in Afrika zurückgekehrt war als der „Adler-Senior“. Dieser brütet seit 17 Jahren in Federow, davon viele Jahre mit demselben Weibchen.

Die Bilder für das „Adler-TV“ liefert eine Kamera seit 1999 von einem Hochspannungsmast in das Informationsbüro des Nationalparks. Federow ist mit rund 50 000 Gästen im Jahr die wichtigste Info-Stelle des Müritz-Nationalparks. Die seenreichen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns gelten als Hauptbrutgebiete des ausschließlich Fisch jagenden Raubvogels in Mitteleuropa.

>> Nationalpark-Service Federow im Internet

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