zur Navigation springen

Fernzug : Firmenchef schließt Einstellung des Interconnex nicht aus

vom

Die gesamte Branche habe die Dynamik der Entwicklung unterschätzt, hieß es neulich bei der Deutschen Bahn. Gemeint war die Konkurrenz durch Fernbusse. Das bekommt nun auch der Interconnex zu spüren.

svz.de von
erstellt am 25.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Die ostdeutsche Fernzugverbindung Interconnex zwischen Leipzig, Berlin und Rostock steht wegen der wachsenden Konkurrenz durch Fernbusse unter einem massiven Druck. „Ich schließe die Einstellung des Interconnex nicht aus“, sagte Christian Schreyer, Chef von Veolia Verkehr, der „Wirtschaftswoche“. Das private Bahnunternehmen ist Betreiber der Zugverbindungen. Schreyer prüft aber auch andere Optionen wie neue Haltestationen und Abfahrzeiten.

Schreyer sagte dem Magazin, Grund für die Überlegungen sei der zunehmende Fernbusverkehr. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ war die Zahl der Interconnex-Passagiere im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 335 000 gesunken. Die Nachfrage habe sich inzwischen stabilisiert, aber nur weil Veolia Verkehr die Preise gesenkt habe, sagt Schreyer.

Veolia Verkehr ist nicht das erste Unternehmen, das wegen der Fernbus-Konkurrenz umdenken muss. Erst im Juni hatte auch der Hamburg-Köln-Express angekündigt, seine Strategie zu ändern. Das Unternehmen wolle sein Geschäft verstärkt im Regionalverkehr suchen, hieß es.

Selbst der übermächtige Wettbewerber Deutsche Bahn bekommt die neue Konkurrenz zu spüren. „Die gesamte Branche hat die Dynamik der Entwicklung unterschätzt, einschließlich unseres Unternehmens“, sagt Ende Juli Ulrich Homburg, der bei der Deutschen Bahn für den Personenverkehr zuständig ist. Während der Nahverkehr bei der Deutschen Bahn zuletzt wuchs, ging der Fernverkehr zurück. Das habe mit dem Fernbusmarkt zu tunDer Fernbus-Markt boomt seit der Liberalisierung zum Jahresbeginn 2013. Busunternehmer haben früheren Angaben zufolge mehr als 200 neue Linien angeboten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen