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Mecklenburg-Vorpommern

25. November 2017 | 07:04 Uhr

Firmen sollen Umweg in Kauf nehmen

vom

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erstellt am 04.Aug.2012 | 12:57 Uhr

Wüstmark | Die nach Hamburg orientierten Unternehmen im Industriepark Babenkoppel müssen sich vom Frühjahr 2013 an auf längere Wege einstellen. Die Landeshauptstadt will im März mit den Bauarbeiten an der Brücke in der Rudolf-Diesel-Straße beginnen. Damit ist bis Ende des Jahres 2013 für die dort ansässigen Firmen die schnellstmögliche Verbindung in die Metropolregion Hamburg abgerissen. Eine Behelfsbrücke wird es laut Verwaltung während der Bauarbeiten nicht geben. Statt der direkten Zufahrt von der Pampower Straße aus müssen Kunden, Pendler und Lieferverkehr einen Umweg über die Carl-von-Linde-Straße oder den Fährweg in Kauf nehmen.

Damit werden vor allem dort ansässige Unternehmen, die auf Kundenströme angewiesen sind, wie Kabs Polsterwelt, Prinz Technik und Hannelore Glagla Büro-Organisation, zum Teil benachteiligt, wie die Unternehmer beklagen. Doch es scheint nichts zu helfen: Die Überführung ist so marode, dass sie erneuert werden muss, wie Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff erklärte. Zumal die Stadt voraussichtlich Fördermittel erhalten werde. Das Wirtschaftsministerium hatte nach Angaben von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow in Aussicht gestellt, aufgrund der Nestlé-Ansiedlung etwa 90 Prozent der Kosten zu übernehmen. Die Gesamtinvestition liegt bei etwa 2,6 Millionen Euro. Mit dem Neubau der Überführung will die Stadt auch der künftigen Nestlé-Ansiedlung die bestmögliche Anbindung nach Hamburg sichern, wie Dr. Bernd-Rolf Smerdka, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, erklärte.

Die Bauaufträge für die Brücke zur Babenkoppel sollen noch im Herbst europaweit ausgeschrieben werden. Bereits im Vorfeld hatte die Stadt Versammlungen einberufen, bei denen Gewerbetreibende, Planer und Verwaltung nach bestmöglichen Lösungen suchten. Über die endgültige Planung, den Ablauf und die Behinderungen will die Stadt auf einer weiteren Veranstaltung informieren. Einen konkreten Termin gibt es dafür allerdings noch nicht.

Die Überführung zur Babenkoppel, die in den 70er-Jahren errichtet worden war, ist wie die Krösnitz-Brücke in der Stadionstraße in Ostorf ein Opfer der Feuchtigkeit. Diese dringt durch marode Dichtungen ins Innere des Bauwerks und greift die Stahlkonstruktion an. Das gefährdet langfristig die Standfestigkeit.


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