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Mittelstand : Firmen in MV trotz Fachkräftemangels zufrieden

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Mittelstand in Mecklenburg-Vorpommern ist sehr zufrieden mit seiner Situation – nur die Suche nach Fachkräften stellt ein großes Problem dar. 74 Prozent der Unternehmer im Land schätzen einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zufolge ihre Geschäftslage aktuell als gut ein.

Im Mittelstandsbarometer, das gestern veröffentlicht wurde, ist das bundesweit der Spitzenwert. Weitere 21 Prozent der Unternehmer in MV bezeichneten ihre Geschäftslage als eher gut und nur fünf Prozent als schlecht.

Eine weitere Verbesserung erwarten aber nur 28 Prozent, eine Verschlechterung befürchten drei Prozent.

Die meisten Unternehmen gehen demnach von stabilen Geschäften in den nächsten sechs Monaten aus. Auch bei der Investitionsbereitschaft belegt MV im Mittelstandsbarometer nur den vorletzten Platz. Ernst & Young hat im Dezember bundesweit 3000 Unternehmen mit 30 bis 2000 Mitarbeitern telefonisch befragt.

Das Mittelstandsbarometer verbreitet damit etwas weniger Optimismus, als heimische Wirtschaftsverbände und die Landesregierung dies in den vergangenen Wochen taten. In einer Umfrage der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern, die zu Jahresbeginn präsentiert wurde, wurde in vielen Branchen mit weiter steigenden Umsätzen gerechnet. „Erstmals überwiegen die Optimisten“, hatte Verbandsgeschäftsführer Jens Matschenz gesagt.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent für 2017 vorausgesagt. Dazu würden Neuansiedlungen von Firmen beitragen, wie auch Zuwächse in bestehenden Unternehmen, so Minister Glawe.

Ein wachsendes Problem ist die Suche nach Fachkräften – das wird in allen Umfragen deutlich, auch im Mittelstandsbarometer. Dort bezeichneten 49 Prozent der befragten Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern die Fachkräfte-Rekrutierung als „sehr schwer“.

Damit lag der Nordosten an der Spitze aller Bundesländer.

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