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Mecklenburg-Vorpommern

14. Dezember 2017 | 01:49 Uhr

Warnung : Firmen bieten nur wenige Ferienjobs

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Arbeitsagentur hofft auf mehr Engagement bei den Betrieben

svz.de von
erstellt am 26.Jun.2014 | 07:52 Uhr

In drei Wochen gehen 130 000 Schüler in die Ferien. Nicht wenige von ihnen sind derzeit auf der Suche nach einem Ferienjob. Aber die sind rar. Bisher sei die Zahl der ausgeschriebenen Stellen noch ausgesprochen gering. In den fünf regionalen Arbeitsagenturen in MV sind gerade einmal 30 bis 40 Job-Angebote eingegangen. Minijobber füllen seit einigen Jahren den klassischen Ferienjob in Supermärkten, in der Gastronomie oder Promotion.

Aber auch ein zentrales Ferienjob-Portal gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Die Arbeitsagentur warnt inzwischen besorgt: „Der Ferienjobber von heute könnte zum Auszubildenden von morgen werden“, so Horst Schmitt, Sprecher der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit. Wer als Schüler wirklich in den nächsten Wochen etwas dazu verdienen wolle, weiche inzwischen schon auf Verwandte in anderen Bundesländern aus.

Sprecher Schmitt mahnt aber die Firmen an, sich mehr um Ferienjobber zu bemühen: „Angesichts des Themas Fachkräftemangel sollten sie mehr Schülern die Chance geben, über einen Ferienjob erste Berufserfahrungen sammeln zu können.“ Damit Schüler noch eine der heiß begehrten Stellen bekommen, sollten sie selbst aktiv werden: Direkt bei den Betrieben oder in der Verwandtschaft nachfragen und sich nicht auf Jobportale verlassen. In den meisten Fällen findet sich gerade dann eine Tätigkeit für sie. Die wenigsten Ferienjobs werden öffentlich ausgeschrieben. Am besten schon jetzt müssen sich Schüler kümmern. Kurz vor Ferienbeginn gebe es zwar noch einige neue Stellen, so Schmitt, aber die sind schnell vergeben.

Die Konkurrenz in der Jobsuche wird immer größer. Die vorhandenen Stellen müssen sich Schüler mit Studenten und Minijobbern teilen. Sind die Ferienjobber auch noch minderjährig, schrecken Firmen schnell zurück. Die strengen Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes in Sachen Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen sorgen dafür, dass volljährige Arbeitssuchende schnell den Vortritt bekommen.

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