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Vorbereitungen für 7. Klosterfest : Filigranarbeit mit schweren Brocken

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Kräftige Arme, Geduld, Fingerspitzengefühl, Ausdauer, Harken und Schaufeln, schwere Technik und kleine Schubkarren - das alles ist an diesem sonnenreichen Sonnabend auf dem Klostergelände in Rühn gefragt.

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erstellt am 16.Apr.2012 | 10:09 Uhr

Rühn | Kräftige Arme, Geduld, Fingerspitzengefühl, Ausdauer, Harken und Schaufeln, schwere Technik und kleine Schubkarren - das alles ist an diesem sonnenreichen Sonnabend auf dem Klostergelände in Rühn gefragt.

Heino Graf z.B. macht sich daran, Steine, die sich aus der Feldsteinmauer gelöst haben, wieder in das "Bauwerk" zu integrieren. Eine Arbeit, die viel Feingefühl benötigt. Die schweren Steine müssen so gesetzt werden, dass andere sich nicht wieder lösen. Mit Harke und Schaufel eilte derweil Wolfgang Ehlers über den Klosterhof, um beim Verteilen von Muttererde mit anzupacken. Ralf Schröder vom Kontor Rühn richtet den Mittagstisch für die vielen Helfer, die zum großen Arbeitseinsatz aufs Klostergelände gekommen sind.

Hand anlegen für den ersten großen Höhepunkt in diesem Jahr. Nach dem großen Frühjahrsputz vor gut zwei Wochen geht es nun weiter. In drei Wochen gibt es das 7. Klosterfest. Da soll alles hergerichtet sein. Am 5. und 6. Mai werden wieder mehrere Tausend Besucher erwartet. "Bis dahin sollen - wieder einmal- die Baugerüste entfernt sein - dann sind fast alle Klosterdächer wieder dicht", sagt David Pilgrim vom Klosterverein. Die Vorbereitung und dann die Durchführung des Festes werde wieder eine logistische Herausforderung, auch wenn man nach sechs Auflagen bereits Erfahrungen gesammelt habe. "In diesem Jahr haben wir unser Markt-Profil weiter geschärft. Wichtiger, als die mittelalterliche Kulisse, sind die angebotenen Waren. Wir wollen Hersteller und keine Händler. Jeder Besucher soll genau wissen, was er kauft", sagt Pilgrim. Mittelaltermärkte gebe es viele, das Alleinstellungsmerkmal liege in der klösterlichen Tradition. Deshalb sei er froh, dass das Kloster Marienthal wieder mit dabei ist. "Mit richtigen Nonnen und dem Verwalter und mit Produkten, die im Kloster entstehen", so der Rühner. Insgesamt werden an rund 60 Ständen Handwerker, Händler, Musiker und Schausteller zum schauen, hören und kaufen einladen.

Neu ist in diesem Jahr, dass der Verein mit dem Konzert von "Reuters Fritzen" am Abend des ersten Tages auch noch ein besonderes musikalisches Bonbon anbietet. "Er ist eine tolle Musik. Es ist handgemachter plattdeutscher Blues-Pop", so Pilgrim. Und das Klosterfest wird zugleich ein Testlauf für das neue Parkplatzkonzept, das der Verein entwickelt hat. "Michael Ewert stellt z.B. in Klosternähe eine Fläche für Behindertenparkplätze zur Verfügung." Weitere Pläne zur Ausgestaltung und Erweiterung der bisherige Parkfläche, einer Fläche von Landwirt Klaus Griepentrog zur Verfügung gestellt, bedürfen noch weiterer Absprachen, sollen aber Stück für Stück umgesetzt werden. Auch im Hinblick auf das Landeserntedankfest im Oktober (SVZ berichtete).


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