zur Navigation springen

Verkehrssicherheit : Fifty-Fifty-Taxi rettet weiter Leben

vom
Aus der Onlineredaktion

Verkehrssicherheits-Aktion geht ins 20. Jahr. Schweriner Landtag will 80.000 Euro bereitstellen

von
erstellt am 09.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Eine Erfolgsgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern startet in ihr zwanzigstes Jahr. Der Landtag will 80000 Euro für die Fortführung des Fifty-Fifty-Taxi-Tickets für 2018 zur Verfügung stellen. Die Summe für die Aktion gegen tödliche Verkehrsunfälle nach Disco-Besuchen kann bei Bedarf sogar auf 90000 Euro erhöht werden.

„Das Angebot hat sich als beliebte Alternative für jugendliche Nachtschwärmer besonders in ländlichen Regionen etabliert“, sagte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Statt nach der Disco bei möglicherweise angetrunkenen Kumpels ins Auto zu steigen, kann kostengünstig ein sicheres Taxi genommen werden.

Zahlen belegen, dass das Ticket über die Jahre zu einem positiven Trend in den Unfallbilanzen geführt hat. Gab es 2003 – fünf Jahre nach Beginn der Aktion – noch 225 Schwerverletzte und 28 Getötete bei Disco-Unfällen, waren es 2016 nur noch 19 Schwerverletzte und zwei Getötete. „Jedes verkaufte Ticket ist ein Stück mehr Verkehrssicherheit“, meinte Pegel.

Die Nachfrage ist nach wie vor groß. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden landesweit 17621 Tickets verkauft. Im gesamten Jahr 2016 waren es 28721.

Und so funktioniert das Fifty-Fifty-Taxi: Die Gutscheine können in den etwa 40 Geschäftsstellen der AOK in allen Landesteilen Mecklenburg-Vorpommern gekauft werden. Die Scheine haben einen Wert von jeweils fünf Euro, kosten aber nur 2,50 Euro. Kaufen kann die Tickets jeder, einlösen dürfen sie nur Jugendliche im Alter zwischen 16 und 25 Jahren. Gültig sind die Gutscheine für Fahrten an Wochenenden und an Feiertagen von 20 Uhr bis 8 Uhr des Folgetags. Eine Möglichkeit, die Tickets über eine App zu bestellen, musste aus Kostengründen bisher verworfen werden, erklärte der Vorsitzenden des Taxi-Landesverbandes, Toralf Keiler.

Brandenburg hatte das Projekt gegen Disco-Unfälle bereits 1995 ins Leben gerufen. In Mecklenburg-Vorpommern war die Aktion 1998 vom Innenministerium, der AOK, dem Taxigewerbe und mit Unterstützung unserer Zeitung gegründet worden. Das Land Sachsen-Anhalt hatte die Idee 1999 aufgegriffen.

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen