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Team Mecklenburg gehört zu den besten Brandbekämpfern der Welt : Feuerwehr-Frauen holen olympisches Gold

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Gestern trugen sich die Landesauswahl der Feuerwehr-Frauen MVs ins landeseigene "Goldene Buch des Sports" ein, nachdem sie eine Goldmedaille bei den Internationalen Feuerwehrwettkämpfen gewonnen haben.

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 11:25 Uhr

Schwerin | Seit gestern darf man die Landesauswahl der Feuerwehr-Frauen Mecklenburg-Vorpommerns in einem Atemzug mit Rad-Olympiasieger Stefan Nimke und den Deutschen Volleyballmeisterinnen vom Schweriner SC nennen. Die Damen trugen sich ins landeseigene "Goldene Buch des Sports" ein, nachdem sie eine Goldmedaille bei den Internationalen Feuerwehrwettkämpfen gewonnen haben. Die Männer-Auswahl holte eine Silbermedaille. Das Jugendteam aus Dabel landete auf dem 13. Platz.

Stolz klimperten die Frauen aus Dörfern wie Nienhagen, Plasten, Charlottenthal oder Stelzendorf mit ihren Medaillen, als Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sie für die hervorragende Werbung "für den Sport und gleichzeitig für die Feuerwehr" lobte. Im Wettkampf mit acht anderen Mannschaften sind sie im Juli im französischen Mulhouse in verschiedenen Disziplinen gegen acht andere Mannschaften angetreten. Sie sind über Hindernisse geklettert, über Laufbalken balanciert, haben Schläuche angeschlossen, viel Wasser geschleppt und natürlich ein Feuer gelöscht. Am Ende reichte es zum dritten Platz, wofür es bei den Feuerwehrsportlern gleichwohl eine goldene Medaille gibt. "Wir haben darauf gehofft", berichtete Simone Krüger, "aber wir waren doch überrascht, als es geklappt hat".

Sie sind zum Beispiel Versicherungsangestellte, Physiotherapeutin oder Studentin. In ihrer Freizeit aber haben die Feuerwehr-Frauen in den vergangenen zwölf Monaten einmal in der Woche und drei zusätzlichen Trainingcamps für die "Feuerwehr-Olympiade" trainiert. Mit einem souveränen ersten Platz bei den deutschen Meisterschaften in Cottbus hatten sie sich 2012 für den höchsten internationalen Wettkampf qualifiziert.

Volleyball, Radfahren, Leichtathletik oder Fußball sind für die Damen keine Alternative. "Gegen Feuerwehrsport ist alles andere langweilig", findet Marina Twieg aus Plasten. "Es ist eine gute Mischung aus Einzel- und Mannschaftssport." Außerdem sei der Zusammenhalt zwischen den Frauen sehr groß. Sie bedauert allerdings, dass das Hakenleitersteigen bei den Wettkämpfen den Männern vorbehalten ist. "Wie Spyderman" würden die Männer dabei in rasanten Zeiten mithilfe einer kurzen Leiter eine dreistöckige Hausfassade erklimmen. Dennoch sind die nächsten Ziele der Feuerwehr-Frauen bereits gesteckt. Sie wollen den "Deutschland-Coup" gewinnen, zu dem vier Wettkämpfe zählen. Die nächste "Olympia"-Medaille können sie allerdings erst in vier Jahren anpeilen.

Im Gegensatz zu manchen anderen Freiwilligen Feuerwehren in MV muss sich die Wehr in Dabel offenbar keine Sorgen um den Nachwuchs machen. Derzeit engagieren sich dort 28 Jugendliche. "Es ist ein cooles Hobby", sagt der 16-jährige Anton Najbauer, der mit seiner Mannschaft in Mulhouse auf den 13. Platz gekommen ist. Der Dabeler Feuerwehr-Nachwuchs beschäftigt sich schließlich nicht nur mit Löschen, Klettern und Rennen. Sie gehen gemeinsam zum Go-Cart-Fahren, organisieren ihre eigenen Fußballturniere und fahren im Winter zusammen in die Ski-Ferien.

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