Waldbrandgefahr in MV steigt : „Feuer kennt keine Grenzen“

Feuerwehrleute löschten Donnerstag einen Waldbrand in einem Kiefernwald zwischen Wittstock und Wredenhagen.
Feuerwehrleute löschten Donnerstag einen Waldbrand in einem Kiefernwald zwischen Wittstock und Wredenhagen.

Trockenheit und Wärme lassen die Waldbrandgefahr bis Pfingsten rapide steigen

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06. Mai 2016, 20:30 Uhr

Die frühsommerlichen Temperaturen haben in Mecklenburg-Vorpommern zu ersten Waldbränden geführt. Am Donnerstag brannte es in Torgelow-Drögeheide (Vorpommern-Greifswald) auf etwa einem Hektar, wie das Agrarministerium in Schwerin gestern mitteilte. Die Waldbrandüberwachungszentrale habe das Feuer entdeckt, die lokale Feuerwehr die Flammen löschen können. Den Angaben zufolge unterstützten Rettungskräfte aus Mecklenburg-Vorpommern auch erfolgreich Löscharbeiten zwischen Wittstock und Wredenhagen an der Landesgrenze zu Brandenburg. Auch dort brannte es auf einer Fläche von etwa einem Hektar, wie die Behörden in Brandenburg mitteilten.

Agrarminister Till Backhaus (SPD) mahnte mit Blick auf die Wettervorhersage für das Wochenende – Sonne und Wärme sind angesagt – zur Vorsicht. Im gesamten Land seien zum Teil bereits hohe Waldbrandgefahrenstufen ausgelöst worden. „Feuer kennt keine Grenzen“, sagte Backhaus. „Die verheerenden Waldbrände in der kanadischen Provinz Alberta führen uns aktuell wieder vor Augen, wie schnell ein Feuer außer Kontrolle geraten und innerhalb kürzester Zeit Menschenleben bedrohen kann.“ Zwar verfüge MV über hochmoderne Überwachungssysteme. Trockenheit und Wind könnten dennoch dazu führen, dass Brände sich im wörtlichen Sinn in Windeseile ausbreiten. Backhaus erinnerte an das generelle Rauch- und Feuerverbot in den Wäldern.

Die Waldbrandgefahrensituation wird sich nach seiner Einschätzung bis Pfingsten weiter verschärfen. Im vergangenen Jahr gab es dem Minister zufolge im Nordosten 32 Waldbrände, die rund neun Hektar Wald schädigten. Damit schneide das Jahr 2015 im Vergleich der letzten 25 Jahre moderat ab. In diesem Jahr gab es laut Backhaus bisher vier Waldbrände mit einer Gesamtfläche von 2,5 Hektar. Dabei sei ein Schaden von knapp 8000 Euro entstanden.

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