Festspiele Mecklenburg-Vorpommern blasen zur großen Jubiläumssaison

Sicherer Ansatz für die Jubiläumssaison: Der Trompeten-Virtuose Gábor Boldoczki ist in diesem Jahr der „Preisträger in Residence“ und damit einer der Programm-Architekten  der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Reinhard Klawitter
Sicherer Ansatz für die Jubiläumssaison: Der Trompeten-Virtuose Gábor Boldoczki ist in diesem Jahr der „Preisträger in Residence“ und damit einer der Programm-Architekten der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Reinhard Klawitter

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11. Februar 2010, 06:48 Uhr

Schwerin | Julia Fischer, Daniel Müller-Schott, Viviane Hagner - Geige, Cello, Geige hieß es bei den "Preisträgern in Residence" der vergangenen drei Jahre bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr kommt Gábor Boldoczki. "Ich will zeigen, was mit meinem Instrument möglich ist, auch und gerade in auf den ersten Blick verrückten Kombinationen", sagt der diesjährige Residenzpreisträger. Sein Instrument ist die Trompete - und die Festspiele, deren Programm gestern verkündet wurde, sind bei ihrer Jubiläumsauflage in der 20. Saison groß wie noch nie.

123 Konzerte an 89 Spielstätten sind vom 13. Juni bis zum 12. September angesetzt. "Auch die Spielstätten sind Stars", betonte Intendant Matthias von Hülsen. Zwei Sonderreihen innerhalb des Programms tragen dem besonderen Konzept Rechnung, die "Sleeping Beauties" und die "Klostertour". "Auch im Jahr 20 nach der Wiedervereinigung sind manche Gutshäuser und Schlösser noch schlafende Schönheiten", so der Intendant. Die Festspiele wollen helfen, sie zu wecken. Fünf der 28 neu eingetakteten Spielstätten zählen dazu: Schloss Varchentin (8. Juli), Schloss Retzow (28. Juli), Schloss Rossewitz (9. Juli), das Renaissance-Schloss Penkun (30. Juni) und das pommersche Herzogsschloss Ludwigsburg (1. September).

Zu den schon traditionellen Höhepunkten der Festspiele zählen die traditionellen Picknick-Pferde-Sinfoniekonzerte auf dem Landgestüt Redefin. Abseits der Klassik sind in dieser Saison Max Raabe und sein Palast-Orchester in Flesensee sowie Roger Cicero und Bigband auf der Schweriner Freilichtbühne unterwegs. Zu den für die Festspiele typischen Musik- und Literaturveranstaltungen kommen Stars wie Ulrich Noethen, Martina Gedeck und Roger Willemsen.

Das 20-jährige Bestehen des Klassik-Festes feiern die Macher der Festspiele in Schwerin bei einem Jubiläumskonzert am 13. Mai im Staatstheater. "Da hat damals alles angefangen", sagt Intendant von Hülsen. Das Festkonzert bestreiten der Preisträger in Residence Gábor Boldoczki und das Schweriner Blechbläser-Collegium. Den 20. Geburtstag feiern die Festspiele auch beim "Karneval der Preisträger" am 4. September in Redefin mit unter anderen Gábor Boldoczki, dem offiziellen Künstlerischen Partner Daniel Hope, Daniel Müller-Schott und Armin Mueller-Stahl.

Als Preisträger in Residence ist Boldoczki einer der maßgeblichen Architekten des Programms und zeichnet für die Reihe Boldoczki & Friends (9. Juli in Wismar, 10. Juli in Parchim und 11. Juli in Stolpe) sowie das Kammermusikfest (5. bis 8. August, Hasenwinkel und Ulrichshusen) verantwortlich. Dazu hat Boldoczki, der am 8. August auch im Schweriner Dom spielt, noch eine Open-Air-Gala (4. Juli) mit fünf Trompetensolisten in Hasenwinkel organisiert. Der charmante, exzellent Deutsch sprechende Ungar sagt: "Wir wollten unbedingt ein Konzert machen, bei dem es richtig laut wird."

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