23. Festspiele MV : Festspiele klangen aus - 66 000 Besucher

Der britische Geiger Daniel Hope (l.), der chinesische Cellist Li-Wei Qin (r.) und der französische Pianist Jonathan Gilad begeistern das Publikum in Ulrichshusen. Festspiele
Der britische Geiger Daniel Hope (l.), der chinesische Cellist Li-Wei Qin (r.) und der französische Pianist Jonathan Gilad begeistern das Publikum in Ulrichshusen. Festspiele

Die Festspiele MV haben mit 66 000 Besuchern in diesem Jahr ihren Platz in der Riege der größten sommerlichen Klassik-Festivals Deutschlands behauptet. Gestern ging die 23. Auflage zu Ende.

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10. September 2012, 10:47 Uhr

Star-Geiger Daniel Hope und die NDR Radiophilharmonie Hannover haben am Sonntag mit dem 125.
Konzert der Saison den Schlussakkord bei den 23. Festspielen Mecklenburg-Vorpommern gesetzt. Zum Abschluss des dreimonatigen Klassikfestivals erklangen in der ausverkauften Konzertkirche von Neubrandenburg das Violinen-Konzert Nr. 1 von Max Bruch, die „Hebriden-Ouvertüre“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und die siebte Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Die rund 900 Zuhörer feierten Hope, der auch künstlerischer Direktor der Festspiele ist, mit langanhaltendem Applaus und Bravo-Rufen für sein virtuoses Spiel.

Seine Zugabe, ein Stück von Maurice Ravel, widmete der Solist seinem frühen Förderer Lord Yehudi Menuhin.

Mit 66 000 Besuchern kamen in dieser Saison zwar 2000 weniger als 2011, doch behaupteten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern damit ihren Platz unter den drei größten sommerlichen Klassik-Festivals in Deutschland. Wie Festivalsprecherin Ilka von Bodungen zum Saisonabschluss sagte, waren 85 der Konzerte ausverkauft. Das leichte Besucherminus führte sie auf das über weite Strecken regnerische Wetter zurück. Einige der Open-Air-Veranstaltungen hätten wegen Dauerregens vor weniger Zuschauern stattgefunden als sonst üblich.

Intendant Matthias von Hülsen zeigte sich dennoch zufrieden. „Der Zuspruch unserer Besucher bestätigt uns darin, dass unser Preisträgersystem insgesamt als Qualitätsversprechen gilt“, erklärte er und verwies dabei auf die 30 Konzerte des Nachwuchswettbewerbs „Junge Elite“. Aus den Reihen der Sieger gehen auch die „Preisträger in Residence“ hervor. In dieser Saison war es die Geigerin Veronika Eberle, die in insgesamt 14 Konzerten als Solistin und Kammermusikerin zu erleben war und damit den Festspielen ihren Stempel aufdrückte. Sie habe mit „erstaunlicher Reife und Virtuosität das Publikum in ihren Bann gezogen“, würdigte von Hülsen das Spiel der 23-Jährigen, die Ende August im Landgestüt Redefin bei einem umjubelten Auftritt ihr letztes Konzert gegeben hatte.

Seit dem 9. Juni hatten internationale Klassikstars und junger Spitzennachwuchs die Besucher in Kirchen, Reithallen, Scheunen und Schlössern im ganzen Land unterhalten. Auf der Bühne standen Stars wie Julia Fischer, die Pianistin Hélène Grimaud und die Sängerin Anne Sofie von Otter. Zu den Publikumsmagneten gehörten erneut das „Kleine Fest im großen Park“ im Schlosspark Ludwigslust sowie das Open-Air-Konzert vor Schloss Bothmer in Klütz.

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