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Tourismus : Ferienwohnungsstreit: MV will Änderung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

An der Küste geht der Streit weiter: Häuslebauer fühlen sich von Urlaubern im Wohngebiet gestört. Die Urlauber feiern, die Anwohner müssen früh raus. Deshalb sind Ferienwohnungen in Wohngebieten nicht erlaubt - bisher. Das Land will das jetzt ändern.

svz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 07:52 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern will über den Bundesrat eine Änderung der Baunutzungsverordnung erreichen, damit Ferienwohnungen in reinen Wohngebieten künftig möglich werden. Einen entsprechenden Auftrag erteilte der Landtag am Mittwoch mit den Stimmen von SPD, CDU, Linken und Grünen. Nur die NPD stimmte dagegen. Hintergrund sind Streitfälle zwischen Vermietern von Ferienwohnungen und Anwohnern, die sich von Feriengästen im Wohngebiet gestört fühlen. Die geltende Rechtslage stützt die Anwohner - Ferienwohnungen sind in Wohngebieten nicht erlaubt. In einigen Küstenregionen greifen die Behörden auch durch und sprechen Nutzungsverbote aus. Die Tourismuswirtschaft fürchtet um Tausende Gästebetten.Die Erfolgsaussichten einer Bundesratsinitiative seien aus heutiger Sicht allerdings gering, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Nach wie vor lehnten bisher fast alle Länder eine Rechtsänderung in diesem Punkt ab. Das habe eine Umfrage bei den zuständigen Fachministerien ergeben.Bisher gebe es in den anderen Bundesländern auch keine vergleichbare Anzeige- und Klagewelle wie in Mecklenburg-Vorpommern, sagte Glawe weiter. Der Konflikt zwischen Dauerwohnen und Ferienwohnen bestehe in gewissem Maße derzeit noch in Schleswig-Holstein. „Der Weg zur Änderung der Baunutzungsverordnung wird kein Sonntagsspaziergang“, sagte der Minister. Glawe appellierte derweil an die Behörden, mit Fingerspitzengefühl in Streitfällen zu Ferienwohnungen in Wohngebieten vorzugehen.

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