Gadebusch/Schwerin : FC Mecklenburg nimmt Gestalt an

Bei der Vertragsunterzeichnung: Henning Foerster, Dieter Niesen, Heike Schmidt und Daniel Meslien (v.l.). Foto: Klawitter
Bei der Vertragsunterzeichnung: Henning Foerster, Dieter Niesen, Heike Schmidt und Daniel Meslien (v.l.). Foto: Klawitter

Der Schweriner SC Breitensport, der FC Eintracht Schwerin und die SG Dynamo Schwerin haben einen neuen Fußballverein gegründet, in dem vordergründig eine Regel des Sportfördergesetzes erfüllt werden soll.

svz.de von
17. Juli 2012, 12:20 Uhr

Gadebusch/Schwerin | Der Schweriner SC Breitensport, der FC Eintracht Schwerin und die SG Dynamo Schwerin haben gemeinsam einen neuen Fußballverein aus der Taufe gehoben, in dem vordergründig eine Regel des Sportfördergesetzes erfüllt und dieses für städtebauliche Investitionen genutzt werden soll. Außerdem könnten auch die besten Spieler der Vereine zu einem großen Club konzentriert werden: den FC Meck lenburg-Schwerin. Derzeit ist Dynamo Schwerin noch Gegner der TSG Gadebusch und der SG Roggendorf in der Landesliga, der Schweriner SC folgte vor wenigen Wochen als Aufsteiger dem FC Eintracht Schwerin in die Verbandsliga. Ob das nach der möglichen Konzentration der besten Spieler beim FC Mecklenburg auch weiterhin so bleiben wird, ist fraglich. Profitieren könnten dabei durchaus auch die TSG Gadebusch und die SG Roggendorf in Sachen Abstiegsregel, sollte sich einer der drei Vereine zu einem Rückzug aus der Landesliga nach der kommenden Saison entscheiden.

Zur Vorsitzenden des neun Clubs wurde kürzlich SSC-Chefin Heike Schmidt gewählt, die Stellvertreter-Posten bekleiden Sebastian Ehlers und Daniel Meslien, die Vorsitzenden der CDU-FDP bzw. SPD-Grüne-Fraktion in der Stadtvertretung. "Voraussichtlich zur Saison 2013/ 2014 werden wir den Verein beim Landes fußballverband zum Spielbetrieb anmel den", sagt Heike Schmidt, die auch auf eine Kooperation mit weiteren Vereinen aus Schwerin und dem Umland und auf eine Unterstützung durch die Wirtsch aft setzt. Das Ziel: dem Fußball in der Landeshauptstadt wieder mehr Geltung zu verschaffen. Am 6. September wird es im Sportpark Lankow ein großes Fest für den neuen FC Mecklenburg-Schwerin geben. Zunächst tritt eine Auswahl ehe maliger DDR-Nationalspieler gegen eine Mannschaft mit prominenten Fußballern aus Schwerin an. Anschließend soll die Vereinsgründung bei einer Party ordentlich gefeiert werden.

Zudem hat die Stadt jetzt dem FC Mecklenburg-Schwerin den Sportpark Lankow zur Nutzung überlassen. Einen entsprechenden Vertrag mit einer Laufzeit von zunächst 25 Jahren haben FC-Präsidentin Heike Schmidt und Finanzdezernent Dieter Niesen unterschrieben. "Wir können jetzt mit der Modernisierung der Sportanlage beginnen", sagte Heike Schmidt bei der Vertragsunterzeichnung auf dem Gelände in der Rat zeburger Straße. Der FC Mecklenburg-Schwerin habe sich als Gemeinschaftsprojekt des Schweriner SSC Breitensport, des FC Eintracht Schwerin und der SG Dynamo Schwerin neu formiert. "Wir sind nicht mehr ein Förderverein, sondern ein Fußballclub, bei dem die besten Spieler der Stadt konzentriert werden sollen, damit es mit dem Schweriner Fußball vorangeht", so Schmidt.

Die Stadt überlasse dem FC Mecklenburg-Schwerin gern den Sportpark Lankow, erklärte Dezernent Niesen. Der Verein könne nun die von dem Landessportbund bereits in Aussicht gestellten Fördermittel in Höhe von 250 000 Euro abrufen.

Als "interessantes politisches Projekt" bezeichnete der Vorsitzende der SPD-Grünen-Fraktion in der Stadtvertretung, Daniel Meslien, die Kooperation zwischen Stadt und FC Mecklenburg-Schwerin. "Wir brauchen eine attraktive Sport anlage in Schwerin, um den Fußball-Nachwuchs in der Stadt zu halten", so Meslien, der auch Vize-Präsident des FC Mecklenburg-Schwerin ist. Nach seinen Angaben kann der Verein auf weitere 250 000 Euro Fördermittel hoffen. Die Stadt selbst stelle außerdem eine Million Euro für die Arbeiten in Lankow zur Verfügung.

An der Unterzeichnung nahm auch der Vize-Chef der Linken-Stadtfraktion, Henning Foerster, teil, ebenfalls Vorstandsmitglied beim FC Mecklenburg-Schwerin. Offiziell tritt der Vertrag am 1. September in Kraft.

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